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16 Quellen

Gabun / Niger / Westafrika

Gabun

Wahlbehörde erklärt Amtsinhaber Ali Bongo zu Gewinner der Präsidentschaftswahlen mit 65%, während Oppositionskandidat Ondo Ossa 31% erhält (mit AP), woraufhin Militär Wahlergebnis wegen Betrugsvorwürfen "aufhebt", Bongo absetzt, jegliche Staatsinstitutionen auflöst, Grenzen schließt (mit AFP und AP) und General Brice Clotaire Oligui Nguema zu neuem Übergangspräsidenten ernennt, der Cousin Bongos ist und gegen den Korruptionsvorwürfe bestehen; trotzdem ausgedehnte pro-Militär-Proteste; Ondo Ossa hatte während Wahlen selber mit Putsch gedroht, da Militär "auf seiner Seite" stehe (von DJohnson); Erneut Präsidentengarde an Putsch beteiligt (von NSur) Bongo bittet aus Hausarrest um internationale Unterstützung (mit AFP); DEUTSCHLAND verurteilt Putsch "trotz berechtigter Kritik an Wahlen"; EU-Außenbeauftragter Josep Borrell nennt Situation vor EU-Verteidigungs- und Außenministerkonferenz "großes Thema" (von ABrzozowski); CHINA ruft zu Sicherheit für Bongo auf; Gabun ist nun 9. geglückter Putsch in Afrika seit 2020 (von JDieterich).

6 Quellen

Simbabwe / Niger / Gabun

Simbabwe

Präsident Emmerson Mnangagwa bei Präsidentschaftswahlen mit 52% im Amt bestätigt, wogegen CCC-Oppositionskandidat Nelson Chamisa Einspruch einlegt; neben EU stellt auch Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika Legitimität des Wahlergebnisses in Frage.

Indien / Afrika

Premierminister Narendra Modi fordert volle Mitgliedschaft der Afrikanischen Union bei den Gruppe der Zwanzig-Staaten, um politische Position des Globalen Südens zu stärken; Vorstoß erfolgt, nachdem bei BRICS-Gipfel in dieser Woche besonders "Ost-Süd-Achse" gestärkt wurde.

13 Quellen

Simbabwe / Welt / Südliches Afrika

Welt

BRICS-Gipfel in SÜDAFRIKA beginnt mit Handelsforum, auf dem RUSSLAND erneut kostenlose Getreidelieferungen an afrikanische Länder verspricht und neues Schiffsrouten-Projekt durch Arktis vorstellt; CHINA und Südafrika wollen bereits sehr umfassende Handelsbeziehungen weiter ausbauen; BRASILIENs Präsident Luiz Inácio Lula da Silva verkündet "Rückkehr" des Landes nach Afrika, wohin Lulas Amtsvorgänger Bolsonaro nicht gereist war; China will im laufe des Gipfels wohl Aufnahme von zusätzlichen Ländern wie SAUDI ARABIEN, VAEmirate, Ägypten und ARGENTINIEN durchsetzen, um eine der Gruppe der Sieben alternativen Weltordnung zu schaffen (von DGoeßmann), während INDIEN Erweiterung eher ablehnt, auch weil es sich als nicht so dezidiert anti-westlich darzustellen versucht (von JBurke).

Südliches Afrika

ANGOLAs Präsident Lourenço übernimmt turnusmäßig Präsidentschaft der südlichen Staatenorganisation Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika mit dem Ziel, Finanzierung für SADC-Projekte zu diversifizieren, Infrastruktur, sowie Industrie auszubauen, und Militärintervention in MOSAMBIKs Cabo Delgado fortzuführen, was auch Nachbarland TANSANIA befürwortet, das SADC-Verteidigungsressort übernimmt; Präsidentin Samia Suluhu Hassan will zudem Nahrungsmittelsicherheit stärken (von MOdunga).

14 Quellen

Deutschland / Zypern / Libanon

Südliches Afrika

Südlich afrikanische Staatengemeinschaft Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika beschließt, weiteren Militäreinsatz im Osten der Demokratische Republik Kongo an der Seite der Ostafrikanische Gemeinschaft-Truppen zu beginnen, sowie Einsatz in MOSAMBIKs Cabo Delgado um 12 Monate auszuweiten; SADC etabliert sich somit weiterhin als Staatenbund mit militärischer Macht (von AVieira); Militärkoalition aus Demokratische Republik Kongo und UGANDA gibt bekannt, seit November 2021 548 islamistische Allied Democratic Forces-Milizionäre getötet zu haben (von mo).

13 Quellen

Pakistan / Niger / Zypern

Guyana

Britischer Ölkonzern Tullow verkauft Anteile an Erdölfeld an Grenze zu BRASILIEN mit Begründung, sich auf renditestarke Projekte in Afrika konzentrieren zu wollen; bisherige Bohrungen in Tullows Regenwald-Ölfelder hatten keine wirtschaftlichen Vorkommen entdeckt.

17 Quellen

Westafrika / Senegal / Sierra Leone

Westafrika

Militärregierungen von MALI und BURKINA FASO warnen gemeinsam, dass drohende Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft-Militärintervention gegen Militärregierung Abdourahamane Tchiani in NIGER auch Kriegserklärung gegen sie selbst sei und dies ähnlich schwerwiegende Folgen haben könnte, wie NATO-Intervention in LIBYEN 2011, deren Folgen gesamte Sahel-Zone bis heute maßgeblich destabilisieren; Burkinabische Militärregierung Ibrahim Traoré verhandelte kürzlich bei RUSSLAND-Afrika-Gipfel Waffenlieferungen (von HOuedraogo); ALGERIEN warnt vor Eskalation in gesamter Region; Auch GUINEAs Militärregierung Mamady Doumbouya verurteilt Sanktionen gegen Niger; FRANKREICH dementiert Vorwürfe einer geplanten Militärintervention (mit AFP); Französischer Atomenergiekonzern Orano sieht Uran-Versorgung trotz Uran-Exportsperren der neuen nigrischen Militärregierung gesichert, wobei Niger 2022 mit 25% zweitwichtigster Uranlieferant der EU war (von TBourgery-Gonse); EU verurteilt Festnahme der abgesetzten Öl- und Bergbauminister durch Militärregierung Tchiani (mit AFP und Reuters); ITALIENs Regierung Giorgia Meloni ruft zu Verhandlungslösung des Konflikts und Rücktritt Tchianis auf (von mem und ort); Morgen ECOWAS-Delegation, einschließlich des Emirs von Sokoto in NIGERIA, in Niamey erwartet.

12 Quellen

Anfang der 2020er in Kenia

Meldung

Anfang der 2020er in Kenia.

25.02.2020: - Kenia verbietet kommerzielle Esel-Schlachterei, da diese Esel-Bestand im Land um 70% auf 600.000 dezimiert hatte; war 2012 wegen hoher Nachfrage aus China erlaubt worden; Esel sind für alle einfachen Bauern überlebensnotwendig.

22.04.2020: - 6 Tote bei brutalisierter Durchsetzung von Corona-Maßnahmen.

07.07.2020: - 30 Festnahmen bei Protesten gegen Polizeigewalt (AJ).

17.09.2020: - Regionalregierungen schicken Staatsangestellte in unbezahlten Urlaub, da Finanzierung und Geldverteilung von Parlament noch nicht abgesegnet ist; staatliche Krankenhäuser sollen vorerst für neue Patienten schließen.

22.09.2020: - Oberstes Gericht ordnet Auflösung des Parlament an, da Frauenanteil zu niedrig, unter 1/3, liegt; Parlamentspräsident muss Anordnung nicht Folge leisten, da sie wohl wirtschaftliche und politische Unsicherheit bringen würde.

08.01.2021: - Kenia müsste bis 2030 62Mrd$ investieren, um durch den Klimawandel erzeugten Hunger, Durst und Konflikte auszugleichen (tG).

31.01.2021: - Staatsschulden stiegen 2020 um 11,8Mrd$ auf 66,1Mrd$; Geld wurde gegen Covid und für Infrastruktur eingesetzt.

04.04.2021: - 1,4Mio Kenianern+ droht wegen Pandemie und akuter Dürre Hunger; Regierung gibt 20Mio$ für Hilfsaktion; nicht nur in aridem Norden wird Wetter immer unvorhersehbarer, sondern auch in der „Kornkammer des Landes“, dem kenianischen Teil des großen Ostafrikanischen Rift-Tals.

30.04.2021: - Proteste gegen neuen 2Mrd€-Internationaler Währungsfonds-Kredit, da dieser in Politik veruntreut zu werden droht.

15.09.2021: - Zahl der von Hunger bedrohten Menschen steigt auf 2,1Mio; derzeit Ernteausfall durch Dürre.

10.10.2021: - Treibstoffpreise steigen weiter, da Regierungssubventionen aufhören.

29.01.2022: - EU will Kenia nicht mehr nur Hilfszahlungen senden, sondern auch mit langfristigen Investitionen helfen.

15.02.2022: - Chinesische Firmen erhalten 624Mio$ von Weltbank für Straßenbau in Kenia; China in Kenia größter Straßenbauer.

22.02.2022: - Proteste in Kenia gegen steigende Lebensmittelpreise und andere Lebenshaltungskosten; im August Wahlen.

24.02.2022: - Präsident Kenyatta unterstützt Präsidentschaftswahlen-Kandidatur des Oppositionsführers Raila Odinga; sind seit kurzem verbündet.

11.03.2022: - USA und UK unterstützen kenianischen Vizepräsident William Ruto bei seiner Präsidentschaftswahlen-Kandidatur.

19.04.2022: - Rückgang illegaler Rodungen, seitdem im Wald landwirtschaftliche Nutzung gefördert wird.

14.05.2022: - Laut UN leiden derzeit 3,5Mio Kenianer+ wegen anhaltender Dürre Hunger, 15Mio in gesamten Horn von Afrika.

16.06.2022: - Präsident Kenyatta fordert unverzügliche gemeinsame Ostafrikanische Gemeinschaft-Militärmission im Osten der Demokratischen Republik Kongo, um in von Mouvement du 23-Mars-Miliz kontrollierten Gebieten "Waffenfreie Zone" einzurichten; Ziel bisheriger EAC-Interventionsvorschläge war Bekämpfung der islamistischen ADF gewesen.

10.08.2022: - Bei Präsidentschaftswahlen erhalten Oppositionskandidat Ruto und Regierungskandidat Odinga beide wohl etwa 49% der Stimmen, was zu Stichwahl führen wird; bei vorangegangenen Wahlen 2007 und 2017 Gewaltausbrüche, daher Wahlen unter genauer Beobachtung.

15.08.2022: - Bisheriger Vizepräsident Ruto gewinnt Präsidentschaftswahlen mit 50,5%; Mehrheit der Wahlkommission will Ergebnis wegen angeblichen Betrugs nicht anerkennen; Entsprechende Wahlkommissare+ waren von Präsident Kenyatta ernannt worden, der Oppositionskandidaten Odinga unterstützt; Wahlgerichtssprecherin empfiehlt angesichts drohender gewaltsamer Proteste rein-juristische Aufarbeitung der Ergebnisse; Ruto hatte im Wahlkampf Fokus auf wirtschaftliche Themen gelegt und dabei chinesische Präsenz im Land kritisiert.

14.08.2022: - Bei Präsidentschaftswahlen fand Wahl laut Umfragen erstmals nicht in erster Linie entlang ethnischer Gruppierungen statt, sondern wegen sozioökonomischer Zugehörigkeit der Wähler+.

05.09.2022: - Oberstes Gericht bestätigt Präsidentschaftswahlen-Sieg des Kandidaten Ruto.

10.09.2022: - Parteienkoalition des Präsidentschaftswahlen-Gewinners Ruto gewinnt auch Vorsitz in Nationalversammlung und Senat; Ruto hat somit weitreichende Gesetzgebungskompetenzen.

21 Quellen

Niger / Senegal / Bangladesch

Afrika / China

Präsidenten von Burundi und MAURETANIEN besuchen Präsident Xi in China zu Gesprächen über Kooperation; beide Staaten treten chinesischer Initiative Neue Seidenstraße bei.

11 Quellen

Niger / Russland / Bosnien und Herzegowina

Russland

RUSSLAND-Afrika-Gipfel endet mit Aufruf von ÄGYPTENs Präsidenten Abd al-Fatah as-Sisi zur Wiederaufnahme des UN-Getreideexportabkommen, von dem Ägypten sehr abhängig ist und mit Aufruf des Präsidenten Denis Sassou Nguesso aus der REPUBLIK KONGO, den Krieg in der UKRAINE zu beenden (mit Reuters).

15 Quellen

Niger / Russland / El Salvador

Russland

RUSSLAND-Afrika-Gipfel beginnt in St. Petersburg, wobei nur 17 der 54 afrikanischen Staatschefs teilnehmen, darunter strategische Verbündete, wie MALIs Assimi Goïta, SIMBABWEs Emmerson Mnangagwa und ZENTRALAFRIKAs Faustin-Archange Touadéra, sowie ÄTHIOPIENs Ahmed und ÄGYPTENs Abd al-Fatah as-Sisi; aus NIGERIA und RUANDA hatte es vor Treffen heftige Kritik an Ende des Getreideexportabkommens gegeben (von JChifamba), wobei Putin bei Gipfel anwesenden Regierungen von Mali, BURKINA FASO, Simbabwe, SOMALIA, ERITREA und der Zentralafrikanische Republik kostenlose Getreidelieferungen verspricht (von PSauer) und ankündigte, Getreideexportabkommen mit UKRAINE nicht wieder beizutreten (von SReidy); Russisches Finanzministerium gewährt Somalia 685Mio$-Schuldenschnitt (von AMutambo und AKhalif).

20 Quellen

Indien / Agrarwelt / Kenia

Agrarwelt

RUSSLAND verspricht afrikanischen Staaten vor Russland-Afrika-Gipfel nächste Woche Getreideversorgung für die Länder, die durch Ende des UN-Getreideexportabkommen kein Getreide mehr aus UKRAINE bekommen (mit AFP); Getreidepreise auf Internationalen Märkten beginnen nach kurzer Ruhephase zu steigen; EU und EU-Länder werfen Russland vor, Hunger als Waffe einzusetzen (von DHaas); Russland hatte Getreideexportabkommen nicht verlängert, da seine Bedingung, die Wiederangliederung der russischen Agrarbank an das internationale Zahlungssystem Swift nicht erfüllt wurde (von RBathon); Weltgrößter Reisexporteur INDIEN erteilt partielles Reis-Exportverbot, um inländische Lebensmittelinflation zu bekämpfen, nachdem 20%-Exportzoll-System gescheitert ist (von KMakortoff und JPartridge); Soja-Ernte in ARGENTINIEN 2023 wegen Dürre wohl niedrigste seit 24 Jahren (von JReidy); Bananen-Bauern+ errichten in PARAGUAY Straßensperre an Grenze zu Argentinien aus Protest gegen mangelnde staatliche Hilfe beim Kauf von Düngemittel (von lvm und drl).

14 Quellen

Kambodscha / Sri Lanka / Migration

Migration

ITALIENs Premierministerin Giorgia Meloni plädiert bei Mittelmeer-Konferenz in Rom für deutliche Regulation von Migration, die für Europa notwendig sei, aber nicht durch Menschenhandel geschehen dürfe (mit Reuters); Austragen der Konferenz mit Mittelmeer-Anrainerstaaten, EU, sowie Ländern der Sahel-Zone, Ostafrikas und Westasiens ist Versuch Melonis, europäische Zusammenarbeit mit Afrika zu bestimmen; neben Meloni unterstützt vor allem TUNESIENs Kais Saied geplante Migrationsbekämpfung, aber auch z.B. ÄTHIOPIEN befürwortet Vorschläge (von PBenazet); Zahl der in Italien über Seeweg ankommende Flüchtende verdoppelt sich auf 80.000 seit Jahresbeginn, davon die meisten aus der Elfenbeinküste, GUINEA und Ägypten und einer zunehmenden Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtenden (von jcm und ort); Laut Medienberichten hatte im Juni gekentertes Flüchtlingsboot mit hunderten Flüchtenden Verbindungen zu General Khalifa Haftar aus Ost-LIBYEN, wo es gestartet war.

4 Quellen

Anfang der 2020er in #Dschibuti

Meldung

Anfang der 2020er in Dschibuti.

28.03.2021: - Somalische al-Shabaab will vor anstehenden Präsidentschaftswahlen in Dschibuti Angriffe auf westliche Konzerne im Land intensivieren; Dschibuti beherbergt nicht nur viele ausländische Militärbasen, wie der USA, Frankreichs, der Türkei, Japan, China, Italiens und Russlands, sondern auch den strategisch entscheidenden Hafen am Roten Meer und am Golf von Aden, über die viel Erdöl- und Warentransport stattfindet; ist einer der wenigen Häfen, die sogar während dem massiven globalen Welthandelsrückgang 2020 einen 30%igen Anstieg des Containerverkehrs verzeichnen konnte; Präsident ist seit 1999 Guelleh und er wird wohl auch wiedergewählt.

10.04.2021: - Präsident Guelleh mit über 98% wiedergewählt; Opposition war sich nicht einig, ob Wahlen boykottiert werden sollen.

01.07.2022: - Südsudanesische Handelskammer erwägt, Außenhandel über Hafen von Dschibuti abzuwickeln, anstatt über kenianischen Hafen von Mombasa; Südsudan macht 9,9% des Warenverkehrs in Mombasa aus; Dschibuti versucht, Handelsbeziehungen zu Südsudan zu verbessern, wohingegen Südsudan und Kenia bereits in gemeinsamer Ostafrikanische Gemeinschaft-Wirtschaftsgemeinschaft sind.

30.08.2022: - Erstes Getreideschiff aus Ukraine erreicht Überseehafen Dschibuti am Horn von Afrika, das von seit Jahren anhaltender Dürre und gestiegenen Lebensmittelpreisen betroffen ist; Getreide soll nun nach Äthiopien verfrachtet werden, wo Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Tigray People’s Liberation Front seit Kurzem wieder eskalieren; Straße von Addis Abeba nach Dschibuti in Tigray-Krieg umkämpft.

08.10.2022: - Splittergruppe der ehemaligen FRUD-Rebellion tötet 7 Streitkräfte bei Schusswechsel im Norden des Landes; FRUD kämpfte 1991-1994 als ethnische Miliz der Afar gegen ethnische Issa-Regierung.

24.02.2023: - Bei heutigen Parlamentswahlen treten nur 2 Parteien an; Oppositionsparteien boykottieren Wahlen; Wahlbeteiligung nach 24 Jahren der Regierung Guelleh bedeutend gering; in der Zeit wurde Dschibuti zum wichtigsten Hafen Ostafrikas und blieb politisch relativ stabil.

8 Quellen

Anfang der 2020er in Eritrea

Meldung

Anfang der 2020er in Eritrea.

14.11.2020: - TPLF-Kämpfer aus Tigray in Äthiopien haben wohl Nachbarprovinz Amhara beschossen und bedrohen Eritrea.

29.11.2020: - Hauptstadt Asmara erneut durch tigrynisch-äthiopische TPLF unter Beschuss.

01.02.2021: - UN bekommt wieder Zugriff auf eritreische Flüchtlingscamps in äthiopischem Tigray; wurden während des Tigray-Krieges Opfer von Milizen und Militärs, die sie beschießen oder entführen, um Lösegeld zu erlangen.

02.02.2021: - Laut UN werden in äthiopischer Provinz Tigray 20.000 überwiegend eritreische Flüchtlinge vermisst; großer Teil der 20.000 sind nun wohl auf sich allein gestellt und einige wurden möglicherweise von eritreischen Truppen zurück nach Eritrea verschleppt, wo sie wegen der Verweigerung des zwanghaften Militärdienstes politisch verfolgt werden.

09.02.2021: - EU und die USA rufen Eritrea auf, äthiopischen Kriegsschauplatz Tigray zu verlassen; Eritrea leugnet jedoch Truppenpräsenz.

23.03.2021: - Äthiopischer Premierminister Ahmed gibt nach langem Zögern zu, dass eritreische Truppen in Axum Massaker an Zivilisten+ begangen haben.

26.03.2021: - Äthiopischer Premierminister Ahmed kündigt Rückzug eritreischer Truppen aus Tigray an.

16.04.2021: - Laut UN gibt es derzeit keine Beweise für Abzug eritreischer Truppen aus Tigray.

29.06.2021: - USA drohen Eritrea Sanktionen, wenn eritreische Truppen in Tigray bleiben.

16.09.2021: - Angriffe auf eritreische Vertriebene in äthiopischer Region Tigray durch eritreische Truppen laut HRW "eindeutige Kriegsverbrechen".

05.01.2022: - Chinesischer Außenminister Wang startet Afrika-Reise in Eritrea, wohl mit Gesprächen über Unterstützung für äthiopischen Premierminister Ahmed.

01.09.2022: - Äthiopien und Eritrea beginnen gemeinsame Offensive gegen nordäthiopische Provinz Tigray, die größtenteils von TPLF-Rebellion kontrolliert wird; vor einer Woche brachen Kämpfe im Tigray-Krieg wieder aus, wobei sich TPLF und Regierungsarmee gegenseitig Bruch des Waffenstillstands vorwerfen.

05.10.2022: - Äthiopische Regierung sagt Afrikanische Union-Friedensverhandlungen mit TPLF-Rebellion in Südafrika zu; auch TPLF in Vergangenheit offen für Gespräche; auch UN, IGAD und EU sollen an Vermittlungsgesprächen der Afrikanische Union teilhaben; in letzten Wochen war Tigray-Krieg wieder eskaliert mit gemeinsamer Offensive von Äthiopien und Eritrea gegen TPLF; Unklar, ob auch Eritrea an Gesprächen teilhaben wird; TPLF lehnt Gespräche mit Eritrea ab.

03.11.2022: - 2 der 3 Kriegsparteien, Äthiopien und TPLF-Rebellion unterzeichnen "dauerhaftes" Waffenstillstandsabkommen nach Verhandlungen in Südafrika, das Anschluss Tigrays ans Grundversorgungssystem, Öffnung für Humanitäre Hilfslieferungen, sowie Entwaffnung und Demobilisierung der TPLF enthaltet; Entscheidende Unklarheit liegt bei der Rolle von ERITREA im neuen Frieden, da eritreische Armee 3., wichtige Kriegspartei auf Seiten der äthiopischen Armee ist; meiste Beteiligte am heutigen Waffenstillstandsabkommen halten es nur für "den ersten Schritt".

13.11.2022: - Neuer somalischer Präsident Mohamud trifft zu Gesprächen in Eritrea ein und besucht somalische Truppen, die seit Jahren in Eritrea ausgebildet werden und angeblich im Tigray-Krieg in Äthiopien gegen die TPLF eingesetzt wurden.

15.11.2022: - TPLF-Rebellion macht Abzug eritreischer Truppen zur Bedingung für Waffenniederlegung, die in Abkommen mit äthiopischer Regierung beschlossen wurde, in dessen Vorfeld eritreische Position offiziell nicht direkt konsultiert wurde.

30.12.2022: - Laut äthiopischer Regierung ziehen eritreische Truppen aus 2 wichtigen Städten Axum und Shire in äthiopischer Regierung Tigray ab; unklar, ob nun alle eritreische Truppen abziehen, was Friedensbedingung der TPLF ist.

23.01.2023: - USA begrüßen Abzug der eritreischen Truppen aus nordäthiopischer Region Tigray.

06.02.2023: - Laut Human Rights Watch wurden Angehörige von Kriegsdienstverweigerern willkürlich festgenommen; eritreisches Militär erhöhte zumindest 2021 und 2022 seine Truppenstärke, um im Tigray-Krieg gegen die TPLF zu kämpfen.

16 Quellen

Sierra Leone / Sudan / Somalia

Iran

IRANs Präsident Ebrahim Raisi beendet Afrika-Reise mit 12 Wirtschaftsabkommen in SIMBABWE, das auch unter US-Sanktionen leidet; ist Teil der iranischen Initiative, sich internationaler zu vernetzen, wie zuletzt bei Raisis Lateinamerika-Reise; Auch in KENIA und UGANDA vor allem Wirtschaftsgespräche (von SSchlindwein).

16 Quellen

Thailand / Kosovo / Sudan

Meldung

NATO und UKRAINE einigen sich bei NATO-Treffen in LITAUEN auf Gründung eines NATO-Ukraine-Rates, um gleichberechtigten Gesprächsraum, Ausbau von Militärkooperation und langfristig NATO-Beitritt zu schaffen (von TMayer); TÜRKEI und GRIECHENLAND beschließen bei NATO-Treffen, Gespräche und vertrauensbildende Maßnahmen untereinander wiederaufzunehmen; Bei Schlusskommuniqué scharfe Kritik an CHINA (von STiezzi) und Vorschlag PORTUGALs enthalten, sich als NATO künftig mehr auf Afrika und Westasien zu konzentrieren (von ACFerrao und ARLopes); RUMÄNIEN und BULGARIEN beschließen engere Militärzusammenarbeit (von mem und ehl).

17 Quellen

Welt / NATO / Thailand

Afrika / Europa

Weiter 3 Boote mit mindestens 200 Migranten+ auf Weg von SENEGAL auf SPANIENs Kanaren verschollen (von DJohnson), nachdem 86 Migranten+ aus Seenot gerettet werden; Kanaren-Route wird wegen Bekämpfung der Migration im Mittelmeer häufiger genutzt; 2 mutmaßliche Migranten+ in Grenzregion zwischen TUNESIEN und ALGERIEN gestorben, nachdem sie vermutlich aus tunesischem Sfax abgeschoben worden oder geflohen waren (mit AFP); Justiz von Ost-LIBYEN folgt West-Libyen und verurteilt 38 Menschen wegen Menschenhandels zu zum Teil langen Haftstrafen; beide Libyens gehen derzeit zeitgleich mit Tunesien hart gegen Migration vor (mit AP), was von EU gefördert wird, wobei EU-Migrationskommissarin zugibt, dass libysche Küstenwache von "Kriminellen unterwandert" wird (von MMonroy).

In Kürze

Iranischer Präsident Ebrahim Raisi beginnt Afrika-Reise.

18 Quellen

Saudi-Arabien / Tunesien / Venezuela

Tunesien

Behörden schieben 400-500 Migranten+ aus Subsahara-Afrika an militarisierte Grenze zu LIBYEN ab; zuvor Hausdurchsuchungen und Festnahmen nach tödlicher Messerstecherei in Hafenstadt Sfax; EU fördert und finanziert Tunesien für Migrationsbekämpfung (von RUddin); Vor Abschiebungen Ausgangssperren gegen vermutlich Jene erlassen (von mem und msl).