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82 Nachrichten

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USA / Welt / China

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Top 25 der Welt Auch in diesem Jahr 2023 habe ich, wie 2022, gezählt, wie oft die einzelnen Länder der Welt in den Nachrichten dieses Kanals vorkamen. Auf meinen Strichlisten haben ich 7182 Ländererwähnungen gezählt, verglichen mit 9407 2022. Diese geringere Zahl liegt u.a. an den ca. 50 Tagen Elternzeit, die ich mir genommen habe.

In der heutigen Grafik sehen wir die 25 am häufigsten erwähnten Länder, angeführt von den USA, China, Russland und Indien. Während 2022 der Ukraine-Krieg einige europäische Länder in hohe Stufen befördert hatte, ist die Verteilung der Nachrichtenanzahl 2023 deutlich gleichmäßiger.

2023 nahm die Berichterstattung über Afrika, Asien und Amerika im selben Maße zu, wie die Berichterstattung über Europa abnahm. Das liegt an besonderen Ereignissen und Entwicklungen, wie der Kriegsausbruch im Sudan, die Annäherung zwischen Saudi Arabien und dem Iran oder die Wahlen in Argentinien. Zu Indien, Pakistan und Haiti nutzte ich neue Quellen.

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Ukraine / Russland / Italien

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Begleittext zu den Nachrichten vom 26. Oktober 1943.

Vor 80 Jahren herrschte, wie heute, ein Krieg in der UKRAINE, von wo uns Namen, wie Saporischschja oder die Krim in den Tagesnachrichten begegnen. Der aktuelle Ukraine-Krieg und insbesondere die Invasion durch Russland wurde medial seit seinem Beginn wegen seiner geographischen Überlappung mit dem 2. Weltkrieg und der europäischen Ostfront in Verbindung gebracht. Wie die Nachrichten von 1943 zeigen, fand der damalige Krieg jedoch nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Italien und dem Balkan statt, in Myanmar, im heutigen Papua-Neuguinea, auf den Aleuten, in der Luft und in den Köpfen. Mit diesem historischen Welt-Krieg als einer Grundlage unserer heutigen Welt fällt es uns heute vermutlich leichter, vom Ukraine-Krieg recht schnell Schlüsse für das tausende Kilometer entfernte Taiwan und der dortigen Vormachtstellung Chinas zu schließen. Und es stimmt, dass die Möglichkeit eines Weltkriegs nicht ausgeschlossen werden kann! Die Gefahr bestand 1913, 1938 und auch heute.

Die Kriegsberichterstattung war 1943 in deutschen und z.B. us-amerikanischen Medien sehr verschieden. Ich habe mir deutsche Medien, wie die Kölnische Zeitung und auch den Völkischen Beobachter angeschaut, mich aber dagegen entschieden, sie als primäre Quellen zu verwenden und stattdessen andere Medien genutzt. Den Völkischen Beobachter (vöb), die NSDAP-Zeitung, habe ich aber doch in einer Meldung als Quelle genutzt. Es handelt sich um eine Meldung zu Indien, das 1943 noch britische Kolonie war und wo es damals eine verheerende Hungersnot mit bis zu 4 Millionen Toten gab, was zumindest teilweise auf mangelndes Interesse der britischen Kolonialverwaltung zurückzuführen war, die Bevölkerung zu versorgen. Diese Gemengelage nutzte die Nazi-Propaganda, um den gewaltbereiten indischen Unabhängigkeitsbefürworter Bose in seinem Anliegen zu unterstützen, eine unabhängige indische Exil-Regierung im damals japanisch besetzten und zu Malaysia gehörendem Singapur auszurufen. Der Völkische Beobachter nutzte dieses Ereignis, um die eigene Position gegenüber Großbritannien zu stärken und es ist nicht verwunderlich, dass die alliierte und auch die neutrale Presse über Boses Vorhaben in Singapur nicht berichteten. Aber es ist geschehen und da ich darüber berichten wollte, nahm ich die einzige mir zur Verfügung stehende Quelle darüber - den Völkischen Beobachter.

Zur Zeit des Dritten Reiches gab es übrigens in der deutschsprachigen Medienlandschaft nicht nur NS-Medien! Das Deutsche Zeitungsportal hat auch den Shanghai Jewish Chronicle digitalisiert, der von 1939 bis 1948 auf deutscher Sprache in Shanghai veröffentlicht wurde, wo er mit der japanischen Besatzungsmacht kooperierte.

Der Krieg in Asien und dem Pazifik geht in europäischer Sicht häufig als Nebenschauplatz des Zweiten Weltkriegs unter, aber er war es natürlich nicht: Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 mit insgesamt 100.000 Toten waren nur die Spitze eines Krieges, der z.B. im Oktober 1943 zwischen Neuguinea und den Aleuten stattfand, aber auch auf den Philippinen, China, Myanmar und Indien, Australien, sowie bekanntermaßen Pearl Harbor auf Hawaii. Über die am schwersten durch Luftangriffe betroffene Stadt Europas wird sich übrigens gestritten, aber weltweit geht dieser traurige Rekord mit Sicherheit an Tokio, wo im Februar und März 1945 mehr als 100.000 Menschen starben.

Im Oktober 1943 legten die Zeitungen selbstverständlich ihren Fokus auf die Kriegsberichterstattung. Das war in den Vor- und Folgejahren vermutlich nicht anders. Andere Themen fanden jedoch trotzdem immer wieder Gehör, wie die rassistischen Jim-Crow-Gesetze in der US-Zeitung "The Afro-American". Politische Berichterstattung über Lateinamerika und Afrika fand zumindest am 26. Oktober 1943 fast gar nicht statt. Wen jedoch die Meldung aus Algerien interessiert: Es gibt darüber eine Arte-Doku.

2 Quellen

Mexiko / Brasilien / Nigeria

Meldung

Blinde Flecken in diesem Kanal.

Die Wanderausstellung "Vergessene Welten und blinde Flecken" ( und ) von Ladislaus Ludescher präsentiert u.a. Ergebnisse auf der Grundlage der Zählung der Erwähnungen der einzelnen Länder in der Tagesschau und anderen Leitmedien, die mit der Bevölkerungszahl der jeweiligen Länder verrechnet werden. Dabei wird deutlich, wie unterrepräsentiert die Bevölkerungszahl des Globalen Südens in den Medien ist. Die Ausstellung und ein entsprechendes Zoom-Meeting der VHS Chemnitz mit Ludescher wurde Anfang September in der Diskussionsgruppe empfohlen und es wurde außerdem das Lob ausgesprochen, dass in diesem Nachrichtenkanal das Vergessen und Blindsein nicht passieren könne. Das hat mich inspiriert, meinen Datensatz der Landeserwähnungen in diesem Kanal von Januar 2019 bis März 2023 auf die selbe Weise wie Ludescher mit der Landes-Einwohnerzahl zu verrechnen, um dieses Lob zu überprüfen.

Das Ergebnis zeigt zwar, dass der Globale Süden insgesamt besser und teilweise überdurchschnittlich gut repräsentiert ist, jedoch blinde Flecken vorherrschen. Neben der großen unterrepräsentierten Region in Süd- und Ostasien fallen mir keine größeren Regionen auf, die chronisch unterrepräsentiert zu sein scheinen, allerdings zeigt sich ein Muster, dass besonders viel bevölkerte Staaten, wie Mexiko, Brasilien, Nigeria und Ägypten unterrepräsentiert sind, während wenig bevölkerte (Insel-)Staaten wie Vanuatu, die Malediven, Malta und karibische Inselstaaten extrem überrepräsentiert sind.

Wenn wir die Staaten in die Weltregionen Nordamerika, Südamerika, Europa, MENA (Middle East and North Africa), Afrika, Asien und Ozeanien unterteilen, verrechnen sich solche Überrepräsentations-Ausschläge kleiner Länder und es ergibt sich folgendes Bild: Die Bevölkerungzahl fast jeder dieser Weltteile ist in den Nachrichten überrepräsentiert, bis auf Asien! Am exaktesten bilden die Nachrichtenzahlen die Bevölkerungszahlen in Südamerika ab, wo die Nachrichtenzahl 11% über der Bevölkerungszahl liegt, gefolgt von Nordamerika mit 32%, Afrika mit 39%, MENA mit 99% dann Europa mit erstaunlichen 215% und schließlich Ozeanien mit 253%. Die Bevölkerungszahl Asiens ist mit -212% unterrepräsentiert. Das ist eine rein quantitative Beurteilung von Repräsentation von Bevölkerung anhand von Nachrichten über das Land. Eine qualitative Beurteilung würde schnell feststellen, dass z.B. die Erwähnung eines Landes im Kontext internationaler Diplomatie, wie einem Freihandelsabkommen zwischen zwei Ländern nicht unbedingt einen Ausschlag über die Repräsentation ihrer Bevölkerung gibt; deswegen spreche ich von unterrepräsentierten "Bevölkerungszahlen".

Kamerun ist das einzige Land in dieser Rechnung, das den Wert 0 erhält, weil hier das das Verhältnis der Bevölkerungszahl zu den Nachrichtenerwähnungen gleich ist.

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Europa / Afrika / Nordamerika

Meldung

Blinde Flecken in diesem Kanal.

Repräsentation (Bevölkerungszahl / Nachrichtenzahl) je Weltregion:

Ozeanien zu 253% überrepräsentiert Europa zu 215% überrepräsentiert MENA zu 99% überrepräsentiert Afrika zu 39% überrepräsentiert Nordamerika zu 32% überrepräsentiert Südamerika zu 11% überrepräsentiert.

Asien zu 212% unterrepräsentiert.

Zahlen von Januar 2019 bis März 2023.

16 Quellen

Malediven / Europa / Welt

Europa / Welt

Gruppe von 17 Ländern aus Asien, Afrika, Südamerika und der Karibik kritisieren in gemeinsamem Brief an EU Gesetz zum Verbot der Einfuhr von Produkten aus abgeholzten Gebieten, wie Palmöl aus INDONESIEN und MALAYSIA, Soja und Rindfleisch aus ARGENTINIEN und BRASILIEN, Kaffee aus KOLUMBIEN und GUATEMALA, Gummi aus THAILAND, sowie Kakao aus GHANA und der Elfenbeinküste, die allesamt Brief unterzeichnet haben; Gesetz missachtet laut Unterzeichnern+ lokale Begebenheiten, ist für manche Regionen armutsgefährdend und funktioniert mit strafenden statt mit fördernden Mitteln, was WTO-Standards widersprechen könnte; Gesetz gilt seit Juni, tritt aber erst in 16 Monaten vollständig in Kraft.

11 Quellen

Welt / Russland / Äthiopien

Welt

BRICS-Staaten kündigen an, IRAN, SAUDI ARABIEN, VAEmirate, Ägypten, ÄTHIOPIEN und ARGENTINIEN einzuladen, ab 2024 Teil der erweiterten "südlichen" Staatengemeinschaft BRICS+ zu werden; UN-Generalsekretär António Guterres begrüßt Reform multilateraler Organisationen für eine multipolare Welt (von MLing); Einladung Saudi Arabiens hat großen wirtschaftlichen Wert als wichtigster Erdöl-Staat der Welt, großen symbolischen Wert als religiöser Mittelpunkt des Islam und großen politischen Wert, weil Einladung zeitgleich zu Einladung des Iran erfolgt, die erst seit April 2023 wieder diplomatischen Kontakt zueinander befürworten; Äthiopien und Ägypten stehen demnächst vor großer Herausforderung, Durchflussmenge des Nils miteinander zu verhandeln (NvGuH); BRASIENs Luiz Inácio Lula da Silva ruft zu gemeinsamer BRICS-Währung auf; INDIENs Narendra Modi hebt Erfolg der BRICS-Entwicklungsbank NDB hervor und ruft zu mehr Kooperation im Weltall auf (von MLing), wo indische Mondmission gestern glückte (von ISample); SÜDAFRIKA und CHINA vereinbaren Kooperation bei Ausbau Erneuerbarer Energien und Erneuerung des Stromnetzes (von LVDijk) Argentiniens Präsident Fernández begrüßt Einladung, wobei im Oktober Wahlen stattfinden, bei denen aussichtsreiche rechte und konservative Kandidaten+ Javier Milei und Patricia Bullrich BRICS-Beitritt ablehnen; INDONESIEN hatte Beitrittsgesuch wegen "Problemen in Asien" kurzfristig zurückgezogen.

13 Quellen

Pakistan / Niger / Zypern

Mongolei / USA

Mongolischer Premierminister Luvsannamsrai und US-Vizepräsidentin Harris treffen sich in USA zur Ausweiterung ihrer guten bilateralen Beziehungen; Mongolei in Ost-Asien neben CHINA und RUSSLAND in besonderer strategischer Lage, weshalb USA seit 1990 in Mongolei investierte 377Mio$ verdoppeln (von BLkhaajav).

15 Quellen

Somalia / Nigeria / UN

UN / Asien

Neuer UN-Menschenrechtskommissar Türk will erstmals Büros in CHINA und INDIEN eröffnen, um dortige Menschenrechtssituation besser zu überwachen; Türks Vorgängerin Bachelet war 2021 bereits nach China gereist, um Situation der Uiguren einzuschätzen.

Asien

Gletscher-Schrumpfung in Himalaya hat in 2010er gegenüber 2000er um 65% zugenommen und könnte bis Ende des Jahrhunderts zu 80% weniger Vergletscherung führen; an großen Flusssystemen, die sich aus Himalaya-Gletschern speisen, leben derzeit rund 2 Milliarden Menschen (mit AFP).

15 Quellen

Armenien / Aserbaidschan / Bulgarien

Asien

CHINA, SAUDI ARABIEN und TÜRKEI sagen Teilnahme an Gruppe der Zwanzig-Gipfel aus Protest gegen oppressive indische Politik in Kaschmir ab, wo Gipfel stattfinden soll.

15 Quellen

Ecuador / USA / Asien

USA / Asien

US-Präsident Biden sagt Reisen nach Papua-Neuguinea und für Quad-Gipfel nach AUSTRALIEN wegen innenpolitischem Streit um Erhöhung der Schuldenobergrenze ab, der zu US-Schuldenrückzahlungsunfähigkeit ab dem 1.6 führen könnte (von ARemeikis); Republicans und Democrats nach Gesprächen zuversichtlich (von HMai).

17 Quellen

Indien / Pakistan / Myanmar

Europa / Asien

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell plädiert für Patrouillen europäischer Marineschiffe zwischen CHINA und Taiwan, um "Freiheit der Schifffahrt" zu sichern.

20 Quellen

Sudan / Argentinien / Chile

Armenien / Asien

Regierung Nikol Pashinyan hält ersten trilateralen Gipfel mit IRAN und INDIEN ab, um über Wirtschaftskooperation und Kommunikation zu reden; Armenien sucht zudem nach zusätzliche Sicherheitsverbündete, nachdem RUSSLAND als Teil des Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit-Militärbündnisses militärische Unterstützung Armeniens gegen ASERBAIDSCHAN zuletzt verwehrt hatte (, JKucera).

0 Quellen

März 2023

Meldung

März 2023 In diesem Monat ist eine bemerkenswerte Zunahme der Berichterstattung über westasiatische Länder und nordafrikanische Länder zu verzeichnen. Das liegt nicht nur an bemerkenswerten diplomatischen Erfolgen bezüglich Iran, Saudi Arabien und Syrien, sondern auch daran, dass ich drei neue Quellen über Nachrichten aus dem arabischen Raum benutze. Das sind MiddleEastEye aus Großbritannien, Arab News aus Saudi Arabien und al Monitor aus den USA. Bei Berichterstattung über Länder Westasiens wird immer wieder der Vorwurf laut, dass sie für die eine oder andere Gruppe Partei ergreifen - übt euch also bei jeder Lektüre in Medienkompetenz, auch zu Nachrichten in diesem Kanal. In Afrika lag der Fokus auf die Länder im Horn von Afrika und die Demokratische Republik Kongo, in Europa auf die Proteste in Frankreich und in Asien weiterhin auf die potenziellen Konflikte im Indopazifik.

16 Quellen

Kenia / Tschad / Kuba

Afrika / Asien

Am meisten von Terrorismus betroffene Länder waren 2022 AFGHANISTAN, BURKINA FASO, SOMALIA, MALI and SYRIEN.

14 Quellen

Welt / Schweiz / Myanmar

USA / Asien

US-Außenminister Blinken nennt von CHINA vermittelte Wiederannäherung zwischen Regionalmächten IRAN und SAUDI ARABIEN "eine gute Sache", wobei US-Regierung Biden Rolle Chinas herunterspielt; China hatte an Vermittlungsversuche IRAKs und OMANs angeknüpft und beiden Konfliktparteien Agenda-Setting überlassen, also "Quasimediation" betrieben; Saudischer Ex-Geheimdienstchef kritisiert, dass weder USA noch Europa "ehrlicher Vermittler" mit Iran hätten sein können; Saudischer Finanzminister Jadaan kündigt "sehr schnelle" Investitionen in Iran an; Wiederannäherung ist auch Chance für Chinas Verbündeten PAKISTAN, das sich in Regionalkonflikt auf Neutralität berief, aber eher saudische Verbindungen pflegte, als zum Nachbarland Iran.

17 Quellen

Kolumbien / USA / Haiti

Asien / Europa

KASACHSTAN wird künftig auch Uran-Exporte nach Europa und Amerika transportieren, ohne Weg durch RUSSLAND zu nehmen, wie Usbekistan es bereits mit Kupfer tut; BULGARIEN unterzeichnet Vertrag mit TÜRKEI, um über türkische Flüssigwasserstoff-Pipelines importieren zu können und Abhängigkeit von Russland zu lösen.

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Ein Blick ins Jahr 2022 (11)

Meldung

Ein Blick ins Jahr 2022 (11) Die oberen Diagramme zeigen den Anteil, den die Kontinente 2022 (links) und 2021 (rechts) an den gesamten Nachrichten hatten. Im Vergleich fällt auf, dass Europas Anteil deutlich zunahm und der Anteil der anderen Kontinente, bis auf Ozeanien, schrumpfte. Mein Datensatz für die Zahl der Erwähnungen reicht zurück bis ins Jahr 2019, dem ersten kompletten Jahr in meinem Format. Der Graph links unten zeigt, wie sich der prozentuale Anteil der Kontinente in dieser Zeit verändert hat. Afrika nahm am meisten zu und war 2021 sogar der am häufigsten erwähnte Kontinent, während Europa 2022 diesen Platz wieder einnahm. Asien, das 2019 noch die Länder mit den meisten Erwähnungen umfasste, ist dabei der einzige Kontinent, der konstant an Erwähnungen zu verlieren scheint. Am Graph rechts unten zeigt sich, dass die absolute Berichterstattung über Asien jedoch eher zunahm, was für jeden Kontinent gilt. Das liegt daran, dass Erwähnungen von 4916 in 2019 auf 9407 2022 insgesamt zugenommen haben.

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Ein Blick zurück ins Jahr 2022 (5)

Meldung

Ein Blick zurück ins Jahr 2022 (5) In absoluten Zahlen entsteht ein anderes Bild. In diesem Graph können wir ablesen, dass die Berichterstattung über Länder in Afrika, Asien und Amerika trotz der überwältigenden Berichterstattung über den Ukraine-Krieg in absoluten Zahlen in diesem Kanal nicht wesentlich abgenommen hat – das sieht bei anderen Medien sicher anders aus! Nachrichten aus Russland und der Ukraine haben zusammengerechnet im März zwar jeden einzelnen Kontinent in der Zahl der Erwähnungen überboten, aber das hatte kaum Einfluss darauf, dass die Berichterstattung über die anderen Länder abgenommen hat. Natürlich war jedoch ein nicht zu verachtender Teil der Nachrichten aus afrikanischen, asiatischen und amerikanischen Ländern im direkten Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und manche Nachrichten aus Europa, die nur indirekt mit dem Ukraine-Krieg zu tun hatten sind hier nicht enthalten, aber ich glaube trotzdem, dass der Graph den Eindruck aus der „Top 10“ in relativen Zahlen etwas entgegensetzen kann.