Seite wird geladen …
NACHRICHTENvon Gestern und Heute

Recherche

Volltext
Zeitraum
Länder / Territorien
Themen1 gewählt
Quellen
Treffer

182 Nachrichten

4 Quellen

Sudan / Frankreich / Nepal

Kenia

Tränengaseinsatz und mehrere Festnahmen, darunter 4 oppositionelle Parlamentsabgeordnete, bei landesweiten anti-Regierungs-Protesten gegen neuen Präsidenten William Ruto und hohe Lebenshaltungskosten; unterlegener Präsidentschaftskandidat Raila Odinga hatte zu Protesten aufgerufen.

14 Quellen

Welt / Schweiz / Myanmar

Sri Lanka

Trotz Verbots Streiks in Schulen, Krankenhäusern, Häfen und im Bahnverkehr gegen steigende Lebenshaltungskosten durch Internationaler Währungsfonds-Sparprogramm, das starken Anstieg der Einkommenssteuer und der Strompreise beinhaltet.

15 Quellen

Georgien / Ägypten / Tunesien

Ägypten

Regierung Madbouly lockert Bedingungen für Erlangung der ägyptischen Staatsbürgerschaft für ausländische Investoren+; Investoren+ müssten nun nur noch für 300.000$ statt 500.000$ staatseigenes Land oder Unternehmen kaufen oder nur 500.000$ statt 750.000$ in ägyptische Bank hinterlegen; Abkommen mit Internationaler Währungsfonds sah bereits Privatisierungswelle vor; Regierung versucht so, rare US-Dollar ins Land zu bringen und auch diese Weise Importe zu finanzieren und Inflation zu bekämpfen; Offizielle Inflationsrate steigt auf 31,9%, wobei tatsächliche Inflation deutlich höher liegt; Lebenshaltungskosten verdoppeln sich mindestens seit UKRAINE-Kriegsbeginn, wobei Wirtschaft schon durch Corona stark geschwächt war und Regierung Treibstoffpreise erhöhen muss, um Internationaler Währungsfonds-Sparmaßnahmen zu erfüllen; 60% der Bevölkerung an und unter der Armutsgrenze.

13 Quellen

Nigeria / Sri Lanka / Vietnam

Sri Lanka

40 Gewerkschaften brechen Protestverbot der Regierung Ranil Wickremesinghe und streiken gegen Plan, Steuern zu erhöhen und Staatsausgaben einzuschränken, um 2,9Mrd$-Internationaler Währungsfonds-Kredit zu bekommen; Als eine IWF-Maßnahme verdreifachte Regierung z.B. Stromtarife, oder verschob die Kommunalwahlen; somit wird Wirtschaftskrise verschärft und Lebenshaltungskosten steigen weiter.

10 Quellen

Russland / Israel / Pakistan

In Kürze

Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Kenia.

15 Quellen

Suriname / Peru / Syrien

Suriname

Demonstrierende stürmen Eingangshalle des Parlamentsgebäudes aus Protest gegen von Internationaler Währungsfonds verordnete Sparmaßnahmen und plündern daraufhin einige Läden in Innenstadt der Hauptstadt Paramaribo; Sparmaßnahmen umfassen unter anderem Ende der Treibstoff- und Brennstoffsubventionen, wegen der Koalitionspartei NPS diese Woche bereits die Regierung Santhoki verlassen hatte; Zeitgleich und zuvor führten Gewerkschaften Streiks gegen Sparmaßnahmen an, die ohnehin hohe Lebenshaltungskosten ansteigen lassen werden; 19 Verletzte und 120 Festnahmen bei jüngsten Ausschreitungen, sowie Bericht über Schusswaffenverletzungen; Innenstadt weitestgehend abgesperrt; USA verurteilen Angriff; Suriname verspricht sich erheblichen Wohlstandszugewinn durch Öl- und Gasvorkommen vor der Küste, die jedoch noch nicht ausgebeutet werden.

Südsudan / Kenia

Vereinigung Kenianischer Bankiers warnt, dass südsudanesisches Verbot zur Nutzung des US-Dollars zu erheblichen Einbruch der ausländischen Investitionen führen wird; Verbot wurde zuletzt von Zentralbank eingeführt, um lokale Währung zu stärken und durch starken US-Dollar gestiegene Lebenshaltungskosten zu senken; Dollar war bislang bei Lohnauszahlung, im Kleinhandel und Import-Export extrem wichtig; da Staat Erdöl handelt, muss er zudem Erlös in Petrodollar empfangen; Südsudan ist aber ohnehin für ausländische Investitionen wenig attraktiv, da es wegen Bürgerkrieg und US-Sanktionen keine diversifizierte Wirtschaft hat.

8 Quellen

Kamerun / Kanada / Libyen

KAMERUN/KANADA: Kanadische Außenminister kündigt Vermittlungsgespräche zwischen einigen Kriegsparteien im kamerunischen Ambazonien-Konflikt an, bei dem seit 2017 6000 Menschen starben; seit 2017 kämpfen ambazonische Separatisten für Unabhängigkeit oder mehr Autonomie der englischsprachigen Regionen im Westen des mehrheitlich französischsprachigen Kameruns…

14 Quellen

Haiti / Brasilien / Frankreich

HAITI: Senatspräsident Lambert bei Anschlag mit Schusswaffengebrauch schwer verletzt (Blickpunkt Lateinamerika); Unklar, ob schwere Verletzungen tödlich sein werden; gestern Nacht lief Amtszeit der 10 verbleibenden Senatsmitglieder aus, die derzeit die einzigen demokratisch legitimierten Staatsvertreter+ Haitis sind (Lenouvelliste Com…

0 Quellen

USA / China / Welt

Meldung

Die USA bauten dabei seit Bidens Amtsantritt ihren militärischen und diplomatischen Einfluss mit Bündnissen, wie AUKUS oder dem QUAD aus, aber auch China manifestierte weiter seine militärische Macht im Südchinesischen Meer und baute seinen wirtschaftlichen Einfluss durch die Gründung der größten Freihandelszone der Welt, Ostasiatisches Freihandelsabkommen, aus. Jenseits dieser direkten Konkurrenz gehören (ehemalige) Stellvertreterkriege, wie der Korea-Konflikt, oder die Politik der Südostasiatischen Staatengemeinschaft Verband Südostasiatischer Nationen z.B. bezüglich der Militärregierung in Myanmar zu Stellvertreterkonflikten im Indopazifik. Australien, das 2022 ein maßgeblicher politischer Akteur in Südpazifik war, gilt dabei als enger Verbündeter und Vertreter der geopolitischen Interessen der USA. In den pazifischen Inselstaaten fand die größte politische Entwicklung dieser Hinsicht auf den Salomoneninseln statt, die bereits Ende 2021 begann. Damals fanden große Proteste gegen Premierminister Sogavare statt, der sich für wirtschaftliche Distanzierung von Taiwan und Annäherung an China einsetzte, sowie wegen steigender Lebenshaltungskosten. Australien, Papua-Neuguinea und Fidschi entsendeten Sicherheitspersonal zur Eindämmung dieser Proteste, die sich wohl auch explizit gegen die chinesisch-stämmige Bevölkerung der Hauptstadt Honiara wendete. In Reaktion darauf entschied sich die salomonische Regierung, sich sicherheitspolitisch künftig von China abhängig zu machen. China baute auf den Salomoneninseln und anderen pazifischen Inselstaaten in den letzten Jahren seinen Einfluss immer mehr aus. Die USA und Australien versuchten daraufhin zunächst mit diplomatischen Mitteln, die Regierung Sogavare umzustimmen, bis ungefähr im April 2022 die USA und Australien eine Rhetorik des Kalten Krieges im Pazifik begannen, worauf die salomonische Regierung ebenfalls mit Kriegsrhetorik antwortete. Dieses Machtspiel der salomonischen Regierung traf im Verlauf des Jahres ausländische Journalisten+, sowie Anlegeerlaubnisse für ausländische Militärschiffe. Nach dem Treffen der südpazifischen Inselstaatengemeinschaft Pacific Islands Forum im September entspannte sich der Streit mit einem Staatsbesuch Sogavares beim neuen australischen Premierminister Albanese im Oktober. Danach versprach Sogavare, keine ausländischen Militärbasen auf den Salomoneninseln zuzulassen und die Regierung Anthony Albanese schien zuversichtlich genug zu sein, um in seinen Staatshaushalt 2023 Ausgaben für australische Sicherheitspolitik auf den Salomoneninseln aufzunehmen. Seitdem fand keine Berichterstattung über die Salomoneninseln statt. Vermutlich in Reaktion auf den wachsenden chinesischen Einfluss auf die Salomoneninseln und die Vorstellung, die südpazifischen Länder würden sich nun in Einflusssphären begeben, baute Australien sicherheitspolitische, wirtschaftliche und diplomatische Beziehungen zu Japan im Januar, Indien im Mai, Tonga, Samoa und Indonesien im Juni, Osttimor und Papua-Neuguinea im September aus. China unterzeichnete zudem ein Kooperationsabkommen mit Samoa, Osttimor und ebenfalls Osttimor. Doch mit der neuen australischen Regierung gab es auch zaghafte Annäherungen an China, was nicht im Umkehrschluss bedeuten muss, dass diese beiden Länder ihre regionale Rivalität nicht weiter in den Inselstaaten des Südpazifik ausüben werden.

0 Quellen

Sri Lanka / Iran / Pakistan

Meldung

Besonders hart wurde Sri Lanka getroffen, das im April während gewaltsamer Proteste gegen explodierende Lebenshaltungskosten seine Schuldenrückzahlungsunfähigkeit erklären musste. Die Lebenshaltungskosten waren die Monate zuvor gestiegen und die Auslandswährungsreserven der Zentralbank waren geschrumpft, auch wegen Überschuldung und Missmanagements. Bereits im Dezember zahlte Sri Lanka dem Iran seine Schulden in der Naturalienware Tee zurück. Im März nahmen Proteste gegen die Regierung des Premierministers Minister.Rajapakse zu. Im April trat daher die gesamte Regierung zurück und neuer Premierminister wurde im Mai der mehrfache Ex-Premierminister Ranil Wickremesinghe. Die ganze Zeit über fanden gewaltsame Proteste und Generalstreiks statt, da sich Präsident G.Rajapakse weiter weigerte, zurückzutreten. Anfang Juni ebbten die Proteste ab, bis die Treibstoffknappheit extrem zunahm und sich die Proteste auch gegen Premierminister Wickremesinghe wendeten. Zur Treibstoffknappheit kam es, weil der Staat keine Dollars mehr hatte, um Treibstoff zu kaufen und die daraus erfolgende Treibstoffknappheit führte zu einer Teuerung und abnehmender Mobilität, was wiederum zu Geschäftsaufgaben und Arbeitslosigkeit führte. Die Inflation stieg auf 27% im Frühjahr, im Sommer auf über 50% und im September auf über 70%. Anfang Juli eskalierten die Proteste erneut mit der weltweit beachteten Stürmung und Besetzung des Präsidialsitzes. Präsident G.Rajapakse floh aus dem Land und trat wenig später zurück, sodass Premierminister Wickremesinghe sein Amt übernahm, der erneut den Notstand ausrief. Die Rajapakse-Dynastie, die auch in den bis 2009 anhaltenden Bürgerkrieg erheblich involviert waren, scheint seither Geschichte zu sein. Was in der Berichterstattung über diese Krise meistens nicht beleuchtet wurde, waren die verfassungsrechtlichen Veränderungen, die ihrem Ursprung bereits in einer politischen Krise 2018 hatten. Damals hatten die Rajapakses eine Verfassungsreform durchgesetzt, die das Amt des Präsidenten stärkte. Wickremesinghe, der auch damals schon gegen diese Reform war, machte sie rückgängig. Er führt nun Gespräche mit dem Internationaler Währungsfonds und Gläubigern. Seit August nimmt meine Berichterstattung über Sri Lanka rapide ab, was 2023 anders werden könnte, sollte Wickremesinghe unpopuläre IWF-Reformen umsetzen.

Pakistan erlebte eine schwächere Finanzkrise als Sri Lanka, dafür aber eine wohl ebenso große politische Krise und im September eine Klimakatastrophe. Im April setzte das Parlament Premierminister Imran Khan ab, nachdem sich seine Regierungskoalition wegen Missmanagements-Vorwürfen gegen ihn teilweise aufgelöst hatte. Khan witterte jedoch eine politische Verschwörung gegen ihn und führt seit seiner Absetzung populäre Proteste für Neuwahlen an, bei denen er möglicherweise gewinnen wurde. Im November überlebte er bei einem dieser Protestmärsche auf Islamabad einen Anschlag. Khan blieb somit auch nach seiner Absetzung die wichtigste politische Figur Pakistans. Im September, während Khans Proteste stattfanden, erlebte Pakistan außerdem den Höhepunkt der Monsun-Fluten, die 1/3 des Landes überschwemmten und zu vielen humanitären Notsituationen führte. Der Monsun 2022 war wegen des Klimawandels besonders heftig. Im Dezember nahm die Berichterstattung über Pakistan erneut zu, da die pakistanische Taliban Tehrik-i-Taliban Pakistan nach einem monatelangem Waffenstillstand wieder Anschläge verübte, nachdem ein Führungswechsel im pakistanischen Militär stattfand.

0 Quellen

Südasien / Sri Lanka / Bangladesch

Meldung

In Südasien gab es also einige Themen, die in vielen Ländern der Region wichtig waren: In erster Linie die Folgen der Dollar-Knappheit in Sri Lanka, Bangladesch und Pakistan, die zu steigenden Preisen von Import-Produkten und teils schweren Problemen der Schuldenrückzahlung führten. Steigende Lebenshaltungskosten waren in allen Ländern zu beobachten und dies war in einigen Ländern, wie Sri Lanka, sicher der entscheidende Faktor für Proteste und in anderen Ländern, wie Indien, Pakistan und Bangladesch verstärkten die hohen Lebenshaltungskosten die Proteste. In Sri Lanka führten sie sogar zum Sturz der Regierung, wofür zumindest in Pakistan und Bangladesch ebenfalls eine nicht zu verachtendes Potential besteht. Und zuletzt waren Pakistan, Indien und Bangladesch Opfer von einem besonders starkem Monsun, anderen Stürmen und andererseits Dürren, die allesamt vom Klimawandel, von der Erderhitzung in ihrer Intensität verschärft werden.

8 Quellen

Elfenbeinküste / Mali / Äthiopien

Elfenbeinküste/MALI: 46 im Juli verhaftete ivorische Soldaten von malischem Gericht wegen "Angriffs und Verschwörung gegen die Regierung" zu 20 Jahren Haft verurteilt; im Juli wurden 49 inhaftierte ivorische Soldaten bewaffnete ivorische Streitkräfte an malischem Hauptstadtflughafen als angebliche "Söldner+"…

0 Quellen

Ein Blick zurück ins Jahr 2022 (6)

Meldung

Ein Blick zurück ins Jahr 2022 (6) Nicht nur in Ostafrika gab es politische Ereignisse, die über die einzelnen Landesgrenzen hinweg von Bedeutung waren. Im benachbarten Horn von Afrika waren das z.B. der Tigray-Krieg, in den neben inner-äthiopischen Kräften auch eritreische und möglicherweise sogar somalische Streitkräfte involviert waren. Auch zwischen Äthiopien und dem Sudan gab es in der Grenzregion al-Fashqa einen Grenzkonflikt, der vermutlich ohne den Tigray-Krieg nicht so eskaliert wäre – denn Äthiopien wirft dem Sudan vor, die Tigray People’s Liberation Front unterstützt zu haben. Und es gab Nachrichten zur islamistischen al-Shabaab, die sowohl Somalia, als auch Kenia und Äthiopien betraf. Und nicht zuletzt war es die überregionale Dürre im Horn von Afrika, die alle dortigen Länder betrifft. In Westafrika bleiben Mali, Burkina Faso und Guinea wegen der Putsch-Situation für meine Berichterstattung von Interesse. Darüber hinaus breitete sich das Einflussgebiet islamistischer Gewalt in Westafrika aus und trat dabei verstärkt im Norden der Küstenländer Elfenbeinküste, Benin und Togo auf, sowie weiterhin in den Sahel-Staaten. Nigeria bildet da keine Ausnahme. Meine Schwerpunkt-Berichterstattung über Nigeria wurzelt in der Annahme, dass dieser 200-Millionen-Einwohner-Staat nicht nur Einfluss auf die gesamte Region ausübt, sondern auch in seiner breitgefächerten inneren Entwicklung in sich intensive Berichterstattung wert ist. In Mosambik nahmen die Aktivitäten der islamistischen Ahlu Sunna wal Jamaa ab, weshalb meine Berichterstattung über das Land insgesamt abnahm, aber auf hohem Niveau blieb. Im benachbarten Südafrika fanden politische Konflikte rund um die politischen Anführer Zuma und Ramaphosa statt. In Lesotho und Eswatini fanden politische Entwicklungen statt, die sich um die Rolle der Monarchie in den Ländern drehten. Im Norden des Kontinents finden wir in Marokko einen der größten mutmaßlichen Profiteure des Ukraine-Krieges. Das Land übte in Europa, insbesondere in Spanien und Deutschland einen scheinbar so großen Druck aus, dass die marokkanische Position zum Status der Westsahara (DARS) inzwischen weitestgehend anerkannt ist. Die sehr unterschiedlichen politischen Prozesse in Libyen und Tunesien stagnierten in solcher Weise, dass viele politische Konflikte bestanden blieben oder sich sogar verschärften – wir werden sehen, was das Jahr 2023 bringt. Und zuletzt war es nicht nur Ägypten, das unter den Folgen des Ukraine-Kriegs für die globalen Energie- und Lebensmittelpreise zu leiden hatte: Auf den gesamten Kontinent stiegen die Lebenshaltungskosten teils drastisch und in einigen Ländern, die ihren Weizen aus der Ukraine oder Russland beziehen wurden die Nahrungsmittel knapp.

9 Quellen

Peru / Tunesien / Burkina Faso

Jordanien

Proteste und Straßenblockaden gegen hohe Lebenshaltungskosten; insbesondere Lastkraftwagen-Proteste im Süden des Landes gegen hohe Treibstoffpreise.

18 Quellen

Peru / Brasilien / Bangladesch

Deutschland

Laut ifo-Institut nutzen viele Unternehmen Inflation in Deutschland aus, um Preissteigerungen durchzusetzen und somit zu steigenden Lebenshaltungskosten beizutragen; Laut WSI-Institut zudem durchschnittlicher Rückgang der Reallöhne um 4,7%.