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17 Nachrichten

13 Quellen

Sri Lanka / Georgien / Russland

Westasien

UN-Komitee wirft ISRAEL vor, in Gaza "Aushungerung als Kriegswaffe" einzusetzen, was "Möglichkeit eines Genozids" sein könne; EU-Außenbeauftragter Josep Borrell spricht sich öffentlich für Abbruch der Gespräche mit Israel aus (von TTricarico); Israelischer Generalstaatsanwalt ruft Premierminister Benjamin Netanjahu auf, Ben-Gvirs Rolle als Sicherheitsminister zu überdenken, da seine Handlungen eine Politisierung der Polizei bedeuten könne (mit Reuters); Künftiger US-Effizienzbeauftragter Musk trifft sich zu Gespräch mit IRANischem UN-Botschafter (von CMMarcos).

20 Quellen

Pazifik / Nordostafrika / Nigeria

Burkina Faso / Europa

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell verurteilt nach fast einer Woche Massaker von dutzenden Zivilisten+ in Burkina Faso durch islamistische Jamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimin-Miliz (mit AFP); Militärregierung Ibrahim Traoré verstaatlicht 2 Goldminen für 80Mio$.

18 Quellen

Uganda / Guinea / Sudan

Europa

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell lädt erwartungsgemäß nicht nach Budapest zu EU-Außenministertreffen ein, sondern nach Brüssel; EU-Kommission hatte bereits letzte Woche angekündigt, UNGARNs Ratspräsidentschaft auf höchster Ebene zu boykottieren, nachdem Premierminister Orban nach RUSSLAND gereist war (von ABrzozowski).

18 Quellen

Westasien / Welt / Türkei

Westasien / Welt

NORWEGEN, SPANIEN und IRLAND kündigen Anerkennung von Palästina als eigenständigen Staat an und schließen sich damit mehr als 140 Staaten an, die Palästina bereits anerkennen (mit AP); Anerkennung von 2 Staaten Palästina und ISRAEL könnte Grundlage für 2-Staaten-Lösung sein, insofern sie von weiteren Regionalmächten, wie USA, FRANKREICH und GROSSBRITANNIEN vollzogen wird (von DGoeßmann); EU-Außenbeauftragter Josep Borrell ruft zu gemeinsamer EU-Position zur Staatlichkeit Palästinas auf; Laut USA hat ISRAEL seit Beginn des Gaza-Krieges rund 30-35% der Hamas-Kämpfer getötet und rund 35% der Hamas-Tunnelsysteme in Gaza zerstört; Ägypten droht mit Beendigung der Mediationsgespräche in Kairo wegen angeblichen Vorwürfen des US-Geheimdienstes, die ägyptische Position sei nicht integer (von HHendawi).

18 Quellen

Westasien / Kasachstan / Thailand

Westasien

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell warnt, dass plötzliches Rückziehen der Finanzierung für Palästinenser-Flüchtlingshilfswerk UNWRA "extrem schlecht beraten" ist (mit AFP); NICARAGUAs Präsident Daniel Ortega droht UK, DEUTSCHLAND, NIEDERLANDE und KANADA mit Weltgericht-Klage wegen Beihilfe zu Völkermord in Gaza; Regionalparlament von BELGIENs Wallonie suspendiert Export von Schießpulver nach ISRAEL wegen humanitärer Situation in Gaza (von MAladam); Houthi-Miliz beschießt erneut US-amerikanische und britische Schiffe und droht ITALIEN wegen seiner führenden Rolle in geplanter EU-Mission in Rotem Meer (mit Reuters).

17 Quellen

Liberia / Jemen / Meere

Israel / Palästina

Laut EU-Außenbeauftragtem Josep Borrell müssen EU, USA und UN 2-Staaten-Lösung als unbedingte Voraussetzung für Frieden notfalls auch gegen den Willen Israels „von außen aufzwingen“ (von EBonse); Hamas tötet bei tödlichstem Angriff auf israelische Armee seit Beginn des Gaza-Krieges 21 israelische Soldaten+ (mit AP).

18 Quellen

Sudan / Demokratische Republik Kongo / Bangladesch

Israel / Palästina

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell erklärt Gründung eines Staates Palästina zu einzigem Weg, den Nahostkonflikt zu lösen und kündigt bei Treffen mit LIBANONs Premierminister Najib Mikati gemeinsame europäisch-arabische Initiative an, wohingegen z.B. IRAN Ein-Staat-Lösung für Israelis und Palästinenser+ fordert (von PPhilipp); Israelische Armee will eigenes Verhalten bei und im Vorfeld des Massakers in israelischem Grenzgebiet zu Gaza am 07. Oktober untersuchen (von RBassist).

14 Quellen

Großbritannien / Nordkorea / Indonesien

Sudan

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell warnt vor "neuem Genozid" in westlicher Region Darfur nach mutmaßlichen Massakern an intern Vertriebenen (mit Reuters und AFP).

13 Quellen

Armenien / Aserbaidschan / Irak

Mittelmeer

ITALIENs Premierministerin Giorgia Meloni fordert bei Besuch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen EU-Militärmission zur Blockade der Mittelmeer-Migrationsroute "notfalls mit Marineschiffen", während UvdL Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache stärken will (von DStraub); EU-Außenbeauftragter Josep Borrell kritisiert im Juli insbesondere von EU-Kommission, Italien und NIEDERLANDE ausgehandeltes anti-Migrationsabkommen mit TUNESIENs Regierung Kais Saied, bei dem andere EU-Mitgliedsstaaten nicht eingeschlossen gewesen seien (von LOCarroll).

16 Quellen

Gabun / Niger / Westafrika

Gabun

Wahlbehörde erklärt Amtsinhaber Ali Bongo zu Gewinner der Präsidentschaftswahlen mit 65%, während Oppositionskandidat Ondo Ossa 31% erhält (mit AP), woraufhin Militär Wahlergebnis wegen Betrugsvorwürfen "aufhebt", Bongo absetzt, jegliche Staatsinstitutionen auflöst, Grenzen schließt (mit AFP und AP) und General Brice Clotaire Oligui Nguema zu neuem Übergangspräsidenten ernennt, der Cousin Bongos ist und gegen den Korruptionsvorwürfe bestehen; trotzdem ausgedehnte pro-Militär-Proteste; Ondo Ossa hatte während Wahlen selber mit Putsch gedroht, da Militär "auf seiner Seite" stehe (von DJohnson); Erneut Präsidentengarde an Putsch beteiligt (von NSur) Bongo bittet aus Hausarrest um internationale Unterstützung (mit AFP); DEUTSCHLAND verurteilt Putsch "trotz berechtigter Kritik an Wahlen"; EU-Außenbeauftragter Josep Borrell nennt Situation vor EU-Verteidigungs- und Außenministerkonferenz "großes Thema" (von ABrzozowski); CHINA ruft zu Sicherheit für Bongo auf; Gabun ist nun 9. geglückter Putsch in Afrika seit 2020 (von JDieterich).

20 Quellen

Kosovo / Serbien / Sudan

Amerika

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beginnt in Vorfeld des 1. Gipfel europäischer, lateinamerikanischer und karibischer Staaten seit 2015 Lateinamerika-Reise in BRASILIEN; EU ist Hauptinvestor in Region und möchte Investitionen noch erhöhen, um mit "Global Gateway"-Projekt CHINAs Interessen entgegenzuwirken; Präsident Luiz Inácio Lula da Silva äußert bei Besuch jedoch vor allem Sorge über Gemeinsamer Markt des Südens-Abkommen, das wegen scharfer Umweltstandards südamerikanischen Ländern zum Nachteil sein könnte (von JVogt); Laut EU-Außenbeauftragtem Josep Borrell war EU seit letztem Treffen zu abgelenkt von Brexit und Migration, konzentriere sich nach RUSSLANDs Krieg in der UKRAINE und Chinas Globalisierung aber wieder auf Amerika; KOLUMBIENs Präsident Gustavo Petro trifft morgen Scholz in Berlin; Zeitgleich zu europäisch-amerikanischer Diplomatie reist IRANs Präsident Ebrahim Raisi durch 3 lateinamerikanische Länder; Handelsabkommen mit Nicaragua geschlossen (von mer); Bilateraler Handel zwischen Brasilien und INDIEN stieg 2013-2022 um etwa 1/3 auf 15,2Mrd$ ( jf lrd ); Lula will ab August 8 afrikanische Länder besuchen, um Wirtschaftsbeziehungen auszubauen.

17 Quellen

Indien / Pakistan / Myanmar

Europa / Asien

EU-Außenbeauftragter Josep Borrell plädiert für Patrouillen europäischer Marineschiffe zwischen CHINA und Taiwan, um "Freiheit der Schifffahrt" zu sichern.

16 Quellen

Sri Lanka / Deutschland / Mosambik

Meldung

Nigrischer Präsident Bazoum erklärt Anti-Terror-Militärallianz G5-Sahel nach Austritt Malis (16.5) für "tot"; EU-Außenbeauftragter Josep Borrell ruft nach Angriffen in Togo zu "Verdopplung" der Anstrengung gegen "Terrorismus" auf; Afrikanische Union plant deswegen außerordentlichen Anti-Terror-Gipfel.

0 Quellen

USA / Cabo Delgado / Südafrika

Meldung

Update zu Cabo Delgado.

Im letzten Monatsrückblick zu April hatte ich einen Fokus auf die Unruhen in der nord-mosambikanischen Provinz Cabo Delgado gelegt. Seitdem sind einige Dinge passiert.

Der wohl wichtigste Grund, weshalb ich ein Update für angebracht halte, sind die Nachrichten vom 06. Mai. Am Tag zuvor einigten sich die USA und Südafrika auf eine Kooperation gegen die „IS-Terroristen“ von Cabo Delgado. Der Gipfel der Gruppe der Sieben-Außenminister am Mittwoch in London forderte außerdem die mosambikanische Regierung, die Aufständischen zu bestrafen. Im Anbetracht der Bewaffnung und er Zerstreuung des islamistischen ASWJ-Aufstandes in Cabo Delgado ist dies nur mit einer großen Militär-Aktion zu erreichen. Da sich die südlich afrikanische Staatenorganisation Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika bisher noch nicht auf den Einsatz einer 3000 Soldaten starken Einsatztruppe mit Kampfhelikoptern und Kriegsschiffen einigen konnte, werden nun außer-regionale Armeen eingreifen müssen. Dass die USA in irgendeiner Form militärisch in Cabo Delgado intervenieren wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar – überhaupt ist unklar, wie die Kooperation zwischen den USA und Südafrika aussehen wird. Es gibt gute Indizien dafür, dass die USA in Bidens Amtszeit deutlich involvierter in Afrika sein wird. Anfang März, wenige Tage vor dem Überfall auf Palma, erklärten die USA die ASWJ, sowie die Allied Democratic Forces in Uganda und dem Kongo zu terroristischen Organisationen. Beiden sagt die US-Regierung Verbindungen zum IS nach. Der IS tut übrigens das gleiche, um falsche Größe zu suggerieren. Zeitgleich verkündete der US-Gesandte zur Bekämpfung des IS, dass der IS vermehrt in Afrika zu bekämpfen sei. Der „War on Terror“, den George Bush 2001 nach den Anschlägen vom 11. September ausrief, könnte hier seine nächsten Opfer finden.

Etwas konkreter formulierte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell die Zukunft Cabo Delgados: Die EU erwäge den Einsatz militärischen Personals zum Training der mosambikanischen Streitkräfte. Militärische Interventionen der EU waren bis vor wenigen Wochen auf Ausbildungsmissionen und technische Hilfe beschränkt. Doch am 24. März 2021 einigten sich die EU-Außenminister auf einen gemeinsamen EU-Militärfonds EPF, der bis 2027 mit fünf Milliarden Euro ausgestattet werden soll. Über diesen neuen Fonds kann nun auch die EU Waffen exportieren – ohne Kontrolle des EU-Parlaments. Bisher exportierten vor allem Frankreich und Deutschland Waffen, z.B. nach Mali und in den Tschad, wo die Waffen von den Soldaten eingesetzt wurden, um Zivilistinnen und Zivilisten zu massakrieren und in die Flucht zu schlagen. Der EPF-Fonds soll Frankreich und Deutschland finanziell entlasten und andere EU-Mitglieder belasten. Die EU behauptet, durch diese Waffenlieferungen in instabile Regionen den Sieg gegen „die Terroristen“ zu unterstützen. Das Schlagwort „Fluchtursachen bekämpfen“ wird auf diese Weise von der EU heftigst missbraucht. Das einstige „Friedensprojekt EU“ ist somit wohl endgültig beendet. Jetzt, da die EU also einen militärischen Einsatz in Mosambik erwägt, könnte Mosambik das erste Land werden, an das die EU auch Waffen verkaufen wird. Die Erfahrung der westlichen Militäreinsätze gegen islamistische Rebellionen in der Sahel-Zone zeigt aber, dass die Gewalt durch ausländische Militäreinsätze und Waffen nicht abnimmt, sondern wächst. Im Vergleich zu 2015 hat die Gewalt in der Sahelzone um das Zehnfache zugenommen. Das liegt nicht nur an den Soldaten, sondern auch daran, dass viele Waffen aus Europa in die Hände der Rebellionen fallen. Auch der neue EPF-Fonds wird nicht genug dagegen tun. Ein ähnlicher „War on Terror“ in Mosambik hätte wahrscheinlich ähnliche Folgen.