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Rumänien / Äthiopien / Sudan

Äthiopien / Sudan

Sudanesischer Militärpräsident Abdel Fattah al-Burhan wirft Äthiopien und VAEMIRATEn vor, für jüngste Drohnenangriffe auf Hauptstadt Khartoum verantwortlich zu sein, zieht Truppen an Grenze zu Äthiopien und umstrittener Region al-Fashqa zusammen und droht mit militärischer Vergeltung (von ORickett und MAmin); Indes wirft Äthiopien dem Sudan vor, die Separatistenmiliz Tigray People’s Liberation Front im äthiopischen Bundesstaat Tigray zu unterstützen (von AEndale); TPLF setzte am Dienstag ihre Regionalregierung in Tigray wieder ein (von DJohnson).

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Somalia / Türkei / Libyen

Somalia / Türkei

Somalische Regierung Hassan Sheikh Mohamud erteilt Türkei das Mandat, eine somalische Marine zu errichten und gewährt türkischer Marine im Gegenzug bis 2034 Verteidigungshoheit über sämtliche somalische Küstengewässer, was auch Küste von Somaliland umfasst, die laut somaliländisch-äthiopischen Hafenabkommen von Januar 2024 unter der Kontrolle ÄTHIOPIENs steht, das seit 1993 keinen Meereszugang hat; Äthiopien und Türkei als regionale Mächte somit direkt in seit 1991 bestehenden Somaliland-Konflikt involviert (von RSoylu); Zeitgleich nähern sich Türkei und Ägypten weiter an, das ebenfalls mit Äthiopien in Konflikt um Nil-Durchflussmenge durch äthiopischen Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm steht (von MTokay), und Türkei unterzeichnet Militärabkommen mit DSCHIBUTI; Allerdings kooperieren auch Äthiopien und Türkei seit al-Fashqa-Krise 2021 militärisch und politisch.

10 Quellen

Anfang der 2020er in Äthiopien 3

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Anfang der 2020er in Äthiopien 3.

01.11.2021: - Tigrynische Tigray People’s Liberation Front erobert wohl Großstädte Dessie und Kombolcha in Amhara; will bald eigene Territorien mit Territorien der verbündeten Oromo Liberation Army Oromo Liberation Army verbinden; Beide Städte könnten für Sieg der TPLF entscheidend werden; sollte Rebellenkoalition in nächsten Tagen nach Addis Abeba vorrücken, wie einige Beobachter+ vermuten, würde die TPLF die OLA in die Stadt einfahren lassen und sich selber im Hintergrund halten.

02.11.2021: - Regierung erklärt landesweiten Notstand wegen Vorrücken der TPLF; Regierung ruft Einwohner+ auf, sich auf Schlacht um Hauptstadt Addis Abeba vorzubereiten.

05.11.2021: - Rebellengruppen TPLF, OLA, ADM und mutmaßlich 4 weitere wollen Allianz zur Durchsetzung von mehr Autonomie für einzelne Regionen; Abkommen soll in Washington D.C. unterzeichnet werden; Äthiopische Armee laut eigenen Angaben kurz vor Sieg über TPLF; TPLF-Truppen rücken weiter gen Addis Abeba vor.

16.11.2021: - Laut UN hat Äthiopien in letzter Woche >1000 mutmaßliche Unterstützer+ der TPLF festgenommen.

29.11.2021: - Äthiopien dementiert Angriff auf sudanesische Truppen und wirft TPLF Eskalation in al-Fashqa vor; Äthiopien erobert Chifra.

01.12.2021: - Premierminister Ahmed erklärt Sieg über TPLF und ruft zu Kapitulation auf; Regierungstruppen erobern einige Städte in Amhara, Afar und Tigray; USA verzichten kurzfristig auf Einschätzung des Kriegs der Regierung gegen Tigray als "Genozid".

07.12.2021: - Regierungspartei erobert Großstädte Dessie und Kombolcha zurück; TPLF erlebt seit Tagen große Gebietsverluste.

20.12.2021: - TPLF kündigt vollständigen Rückzug nach Tigray an.

22.12.2021: - Armee führt Krieg trotz TPLF-Rückzug weiter; humanitäre Krise dehnt sich durch Flucht auf Sudan aus.

09.01.2022: - Humanitäre Hilfsgruppen brechen nach äthiopischen Luftangriffen auf Flüchtlingslager Arbeit in Provinz Tigray ab.

27.01.2022: - Tigray erhält erstmals seit September medizinische Hilfslieferung; bisher Blockade durch äthiopische Regierung, der vorgeworfen wurde, Tigray auszuhungern.

15.02.2022: - Parlament beendet landesweiten Notstand, der wegen Tigray-Krieg verhängt worden war.

20.02.2022 - Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudamm am Nil beginnt mit Stromproduktion; Ägypten kritisiert, dass Damm seine Existenz bedrohe.

23.02.2022: - Premierminister Ahmed bietet TPLF-Rebellen+ Verhandlungen an, insofern sie äthiopischem Interesse entsprechen.

24.03.2022: - Äthiopien erklärt Waffenstillstand gegen Tigray, um Humanitäre Hilfsleistungen durchzulassen; solche Hilfe wurde wohl seit Kriegsbeginn blockiert.

25.03.2022: - TPLF schließt sich äthiopischem Waffenstillstand an.

01.04.2022: - Erste Nahrungsmittelhilfen seit 100 Tagen erreichen Provinz Tigray; seit 2 Wochen Waffenruhe.

29.04.2022: - Laut äthiopischer Regierung sind TPLF-Truppen nicht, wie von ihnen behauptet, aus Region Afar abgezogen.

30.05.2022: - Äthiopien lässt in Verhaftungswelle 4000 Angehörige der OLA-Miliz in Amhara festnehmen; OLA hatte in Tigray-Krieg für Regierung gegen TPLF gekämpft.

20.06.2022: - 200-320 mutmaßlich ethnische Amhara in Provinz Oromia getötet; Oromo-Miliz OLA und Regierungsarmee werfen sich gegenseitig vor, für Massaker verantwortlich zu sein; Zuvor Kämpfe zwischen OLA und Regierungsarmee in der Region (15.6).

08.07.2022: - Premierminister Ahmed verteidigt sich und Regierungsarmee gegen Vorwürfe, sie würden ethnische Amhara nicht genug gegen Angriffe der Oromo-Miliz OLA schützen, und fordert von Parlament höhere Militärausgaben zur "Auslöschung" der OLA; unklar, ob OLA wirklich für Massaker an Amhara verantwortlich ist.

23.07.2022: - Somalische al-Shabaab greift Grenzstadt zu Äthiopien an und befindet sich scheinbar in Schusswechsel mit äthiopischen Truppen.

09.08.2022: Äthiopien entsendet etwa 2000 Streitkräfte in somalische Grenzstadt und errichtet dort Militärbasen, um Eindringen der islamistischen al-Shabaab-Miliz zu verhindern; geschieht anscheinend im Einverständnis mit somalischer Regierung (AA).

8 Quellen

Anfang der 2020er in Äthiopien 1

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Anfang der 2020er in Äthiopien 1.

16.01.2020: - Äthiopien, Ägypten und Sudan einigen sich auf nur schrittweises Auffüllen des Mega-Stausees am Grand Ethiopian Renaissance Dam-Nildamm während der Regenzeit.

28.01.2020: - 25. Tag des Internet-Shutdowns in Region Oromia, wo zur Zeit Unruhen stattfinden.

31.03.2020: - Internet nach zwei Monaten in ganz Äthiopien wieder zugänglich, um Coronabekämpfung zu vereinfachen.

29.05.2020: - Sicherheitskräfte sollen bei Aufständen in Oromia letztes Jahr laut UN außergerichtliche Exekutionen durchgeführt haben.

08.06.2020: - PaSprecherin tritt zurück, da sie Friedensnobelpreis-Premierminister Ahmed verfassungswidrige Verzögerung der Parlamentswahlen wegen Corona vorwirft.

01.07.2020: - 50 Tote bei Protesten in Oromia-Region nach Tod des Protestsängers Hachalu; zahlreiche Gewaltausbrüche in letzten Jahren (bbc).

05.07.2020: - Zahl der Toten bei Protesten steigt auf 166; Volksgruppe der Oromo fordert Sezession von Vielvölkerstaat Äthiopien, das durch Premierminister Ahmeds neoliberale Politik von Enteignungswelle getroffen wird (AJ).

06.07.2020: - Polizei hält nach Protesten 5 Vorstandsmitglieder der Oromo-Partei OLF an unbekanntem Ort fest (bbc).

04.09.2020: - USA pausieren Auszahlung von 100Mio$ Hilfsgeldern für Äthiopien wegen Staudammbau am Nil (taz).

08.09.2020: - Bei von Regierung verbotener Parlamentswahlen in Region Tigray könnten erneut Sezessionsbewegung Tigray People’s Liberation Front stärkste Kraft werden; Land bereits tief gespalten und für Eskalation anfällig (AJ).

11.09.2020: - Sezessionsbewegung TPLF gewinnt 98% bei Parlamentswahlen in Region Tigray; Äthiopien erkennt Wahl nicht an (bbc).

07.10.2020: - Parlament beendet Beziehungen zu Führung der Region Tigray, womit TPLF finanzielle Mittel entzogen werden.

28.10.2020: - Regierung verbietet Proteste gegen ethnische Gewalt gegen Amhara-Minderheit, da sie unnötig seien.

30.10.2020: - Separatisten-Partei TPLF erkennt Premierminister Ahmed nicht mehr als Obersten Befehlshaber des Militärs an; Beobachter befürchten Eskalation zwischen Region Tigray und äthiopischer Zentralregierung.

02.11.2020: - Separatisten-Miliz Oromo Liberation Army der Oromo-Minderheit tötet 32 Zivilisten der Amhara-Minderheit.

04.11.2020: - Äthiopien ruft Ausnahmezustand aus entsendet Armee in abtrünnige Region Tigray, nachdem TPLF Militärbasis angegriffen haben soll.

07.11.2020: - Äthiopien bombardiert TPLF-Militärstützpunkte in Tigray; Parlament setzt Regionalregierung von Tigray offiziell ab.

12.11.2020: - Humanitäre Hilfsorganisationen können kriegsbetroffene Region Tigray nicht erreichen; Äthiopien erobert große Teile Tigrays.

14.11.2020: - TPLF hat wohl Nachbarprovinz Amhara beschossen und bedroht Eritrea.

21.11.2020: - Äthiopien verweigert weiterhin Afrikanische Union-Friedensgespräche mit Tigray; UN befürchtet lang anhaltenden Krieg und Zusammenbruch der regionalen Stabilität; 2,3Mio Kinder benötigen humanitäre Hilfe.

26.11.2020: - Premierminister Ahmed gibt Befehl für "finale Offensive" gegen Hauptstadt von Tigray Mekelle mit 500.000 Einwohnern und Einwohnerinnen.

28.11.2020: - Armee hat laut eigenen Angaben volle Kontrolle über Großstadt Mekelle in Tigray genommen.

04.12.2020: - Laut Äthiopien beginnt Ende des Kriegs um Tigray, da fast alle TPLF-Anführer tot oder gefasst seien; Proteste in gesamter Region.

24.12.2020: - Äthiopische Armee tötet 42 Menschen, die gestern Massaker in Region Benishangul-Gumuz mit über 100 Toten verübt hatten, beschlagnahmt Waffen und entsendet weitere Soldaten.

10.01.2021: - Kämpfe in Provinz Tigray gehen auch 6 Wochen nach offiziellem Kriegsende weiter; Konflikt über den militärischen Eingriff des Nachbarlands Eritrea; auch Konflikt mit Sudan über fruchtbares Land in al-Fashqa-Grenzregion.

20.01.2021: - Wahlkommission spricht TPLF Status als Partei ab, da sie an einer bewaffneten Rebellion beteiligt sei; TPLF war lange Zeit Regierungspartei Äthiopiens, bis 2018 der amtierende Premier Abiy Ahmed übernahm.

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Anfang der 2020er im Sudan 2

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Anfang der 2020er im Sudan 2.

30.12.2021: - Sicherheitskräfte siegeln am 11. Tag großer Proteste Hauptstadt Khartoum vollständig ab; heute 4 Tote durch Sicherheitskräfte.

09.01.2022: - Protestgruppe Forces of Freedom and Change lehnt geplante Vermittlung durch UN ab; UN will mit Militärregierung sprechen.

11.01.2022: - UN-Gesandte beginnen Gespräche mit Konfliktparteien; UN will Vertrauen zwischen Protestierenden und Militär aufbauen.

16.01.2022: - Protestgruppe FFC will nun doch an UN-Mediation teilnehmen; Protestgruppe SPA weiter dagegen.

03.03.2022: - Militärregierung begrüßt nach Besuch in Russland (24.2) Errichtung einer russischen Marinebasis am Roten Meer.

30.05.2022: - Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan schafft Notstand ab und signalisiert somit vermutlich Dialogbereitschaft.

12.06.2022: - Friedensgespräche verschoben, nachdem Oppositionsbündnis FFC über seine Teilnahme an Gesprächen verhandeln will; FFC fordert Demokratie, Reform und politische Entmachtung des Militärs; Seit Putsch 2019 Krise.

22.06.2022: - Afrikanische Union wirft Militärregierung Burhan vor, entscheidende Gruppen, wie FFC, von Friedensgesprächen auszuschließen; Afrikanische Union nimmt daher nicht teil.

27.06.2022: - Sudan wirft Äthiopien vor, 7 sudanesische Streitkräfte und 1 Zivilisten in umstrittener Region al-Fashqa exekutiert zu haben.

29.06.2022: - Militär schießt mit Artillerie auf Militärbasis äthiopischer Streitkräfte oder mit Äthiopien alliierter Miliz in umstrittener Region al-Fashqa, in der zuletzt Äthiopien militärisch dominiert haben soll; Sudan bestellt äthiopischen Botschafter ein.

05.07.2022: - Militärführer Burhan kündigt nach anti-Militär-Protesten Austritt des Militärs aus Regierung an; demnach sollen nun "politische und revolutionäre Gruppen" zivile Übergangsregierung bilden; Zweifel, ob Versprechen eingehalten wird, und ob Militär sich nicht in diese neue Regierung einmischen würde; Proteste dauern daher an; Oppositionsgruppe FFC will Proteste sogar intensivieren; Militär will mit Rückzug aus Regierung auch nicht mehr an umstrittenem Nationalen Dialog teilnehmen.

19.07.2022: - Interkommunale Kämpfe in südlicher Region Blue Nile halten an und richten sich mit Straßenblockaden und Angriffen vermehrt gegen Regierungsgebäude, da Militäregierung des General Burhan nach Machtübernahme 2021 Sicherheitsvakuum in Blue Nile hinterlassen habe.

23.08.2022: - Streik der Krankenhausangestellten in Region Darfur wegen schlechter gesundheitlicher Versorgung; zudem Streik auf Ölfeldern in West-Kordofan, wo Angestellte mehr Investitionen in ländliche Entwicklung fordern.

01.09.2022: - Mit erneutem Todesopfer bei Protesten nun mindestens 117 Tote bei Protesten seit Machtübernahme des Militärs Ende Oktober 2021; Zweifel, ob Militärführer Burhan sich wirklich, wie im Juli angekündigt, aus Regierung zurückzieht.

27.09.2022: - SUDAN: Vizepräsident und Anführer der berüchtigten RSF-miliz Mohamed Hamdan Dagalo möchte in Dialog mit pro-demokratischer Protestbewegung treten; unklar, wie das sein Verhältnis zu Militärführer Burhan ändert, dessen Macht auf Verbündeten des geputschten Ex-Präsident al-Bashir beruht, von dem Hemeti sich 2019 gelöst hatte.

01.10.2022: - 55 Oppositionsgruppen unterzeichnen neue Revolutionscharta gegen Militärregierung unter Präsident Burhan, der durch Putsch 2021 an Macht gekommen war; Charta sieht dezentrale Übergangsregierung vor; Erneute Proteste mit 49 Verletzten.

14.10.2022: - Allianz progressiver Oppositionsgruppen lehnt Annäherung von UN, Afrikanische Union und Intergovernmental Authority on Development an Militärregierung unter General Burhan ab.

06.11.2022: - Sudan und Südsudan einigen sich darauf, unklare Grenzziehung in umstrittener Region Abyei zu klären; Referendum über Zugehörigkeit des ölreichen Abyei ist seit 2005 umstritten, u.a. da Südsudan dagegen ist, dass halbnomadische, sudanesische Misseriya bei Referendum Wahlrecht haben, da sie nur durch Abyei migrieren würden, nicht aber dort wohnen; Abyei ist, neben Darfur, in letzten Monaten konfliktreichste Region des Sudan gewesen, was auch durch typischen Agrar-Viehwirt-Konflikt erklärt werden kann; klare Grenzziehung könnte Konflikt vorerst entschärfen.

9 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 1

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Anfang der 2020er im Sudan 1.

13.01.2020: - Schwere Gefechte in Hauptstadt Khartoum zwischen Militär und ex-Geheimdienst NISS, der unter ex-Präsident Omar al-Baschir mächtig war.

06.03.2020: - USA heben Sanktionen gegen Sudan auf, die jetzt in Übergangszeit von Militär und Zivilisten regiert wird.

29.06.2020: - Protestbewegung, die 2019 Präsident Baschir gestürzt hatte ruft zu Protesten für mehr Bürgerbeteiligung auf (bbc).

12.07.2020: - Sudan schafft seit 30 Jahren bestehende islamistische Gesetze ab und erlaubt Glaubensunzugehörigkeit, Alkoholkonsum und wird somit Menschenrechten gerecht; geschieht kurz nach Regierungsumbildung (bbc).

14.07.2020: - Sudan erklärt Notstand in Region Darfur, um Proteste gegen Miliz-Attacken mit militärischer Staatsgewalt zu unterdrücken (bbc).

17.07.2020: - Radikale Islamisten rufen zu Konterrevolution und Wiedereinsetzung des Diktators al-Bashir (ST).

03.10.2020: - Regierung Abdalla Hamdok und Haupt-Rebellen unterzeichnen Friedensvertrag, nach Vorbild des Südsudans; nun ist wirtschaftlicher Kollaps Hauptproblem des Sudans, sowie weitere regionale Konflikte und Fluten.

24.10.2020: - Sudan normalisiert Beziehungen zu Israel; Opposition protestiert, da Übergangsregierung Hamdok nicht dazu befugt sei.

14.12.2020: - USA streichen Sudan nach 27 Jahren von Liste der terrorunterstützenden Länder, nachdem Sudan Beziehungen zu Israel aufgenommen hat.

14.01.2021: - Präsident Abdel Fattah al-Burhan kündigt Äthiopien harte Konsequenzen für aktuelle Grenzstreitigkeiten in al-Fashqa-Region an.

21.01.2021: - Bewaffnete versuchen, Wohnsitz eines Gouverneurs der sudanesischen Region Darfur zu stürmen, nachdem am Wochenende 200 Menschen getötet wurden Diese Aktion von heute hängt wohl damit zusammen.

28.01.2021: - Sudan bestreitet, äthiopische Gebiete in der Fashqa-Region zu besetzen; dort herrscht seit September verschärfter Grenzstreit.

09.02.2021: - Premierminister Hamdok setzt wichtigen Rebellenanführer aus Darfur Ibrahim in Kabinettsumbildung als Finanzminister ein.

16.02.2021: - Viele Provinzen erklären Notstand nach Protesten gegen Benzinpreiserhöhung, die wiederum zu Anstieg der Lebensmittelpreise führt.

18.03.2021: - Militär zieht sich aus zivilen Wirtschaftszweigen zurück und übergibt Firmen unter Kontrolle des neuen Finanzminister Ibrahim.

21.09.2021: - Laut Übergangsregierung Hamdok sind Unterstützer des Ex-Präsident Baschir heute mit einem Putschversuch gescheitert.

04.10.2021: - Sudan warnt vor Medikamenten-, Treibstoff- und Weizenknappheit wegen Blockade des Hafens durch Bedscha-Demonstranten (26.9).

17.10.2021: - Proteste für Einsetzen einer Militärregierung; massiver Vertrauensverlust in Premierminister Hamdok, u.a. wegen IWF-freundlichen Reformen.

25.10.2021: - Bei Militärputsch werden Parlament und Premierminister Hamdok abgesetzt; Militär ruft Ausnahmezustand aus; Hamdok unter Hausarrest; Afrikanische Union ruft zu Freilassung auf; USA drohen, Hilfszahlungen zu unterbrechen; Tausende protestieren gegen Militär.

26.10.2021: - Militärführer Burhan beteuert Weg zur Demokratie, ändert aber Teile der Verfassung; ab 17. November hätte die zivile Übergangsregierung des Premierminister Hamdok Macht erhalten, Rat zu ernennen; USA pausieren Auszahlung der 700Mio$-Hilfen; Ärzte+ und Beamte+ rufen zu Streik auf; 3 Tote bei Protesten.

27.10.2021: - Afrikanische Union suspendiert Sudan wegen Militärputsch, bis zivile Übergangsregierung wieder eingesetzt ist.

06.11.2021: - Protestbewegung Forces of Freedom and Change kündigt zweitägigen Generalstreik gegen Putschregierung an und lehnt Machtteilung mit Militär ab.

21.11.2021: - Militärregierung Burhan setzt abgesetzten Premierminister Hamdok wieder als Premierminister ein; Hamdok und weitere Politiker aus Hausarrest entlassen; Soll nun "Technokratenregierung" anführen; Opposition will Deal nicht akzeptieren.

23.11.2021: - 12 Minister treten aus Protest gegen Deal zwischen Militär und Premierminister Hamdok (21.11) zurück.

28.11.2021: - Äthiopische Streitkräfte töten wohl mehrere sudanesische Soldaten in umkämpfter Region al-Fashqa.

23.12.2021: - Premierminister Hamdok kündigt erneuten Rücktritt an; bei Protesten letzte Woche kam es zu 13 zu Vergewaltigungen durch Sicherheitskräfte.

17 Quellen

Indien / Pakistan / Myanmar

Sudan

Relative Waffenruhe zwischen Mohamed Hamdan Dagalo und Abdel Fattah al-Burhan ermöglicht Evakuierungsaktionen "westlicher" Staaten, nachdem arabische Staaten bereits derarte Aktionen begonnen hatten; Berichte über Zugangseinschränkung zum Internet; Premierminister ÄTHIOPIENs Ahmed dementiert Berichte über angebliche Truppenbewegungen der äthiopischen Armee auf sudanesischem Territorium; Grenzgebiet al-Fashqa zwischen beiden Ländern umstritten und seit 2021 unter Kontrolle des Sudan (, Xinhua); Konflikt ist nicht einfacher Stellvertreterkrieg zwischen Ägypten und VAEmiraten (, MSalem).

12 Quellen

Frankreich / Nigeria / Armenien

Äthiopien / Sudan

Äthiopischer Premierminister Ahmed zu erstem Amtsbesuch in Sudan seit dortigem Militärputsch 2021; seither Konflikte mit Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan über umstrittene Grenzregion al-Fashqa und angebliche sudanesische Unterstützung der Tigray People’s Liberation Front-Rebellion in Tigray.

0 Quellen

Ein Blick zurück ins Jahr 2022 (6)

Meldung

Ein Blick zurück ins Jahr 2022 (6) Nicht nur in Ostafrika gab es politische Ereignisse, die über die einzelnen Landesgrenzen hinweg von Bedeutung waren. Im benachbarten Horn von Afrika waren das z.B. der Tigray-Krieg, in den neben inner-äthiopischen Kräften auch eritreische und möglicherweise sogar somalische Streitkräfte involviert waren. Auch zwischen Äthiopien und dem Sudan gab es in der Grenzregion al-Fashqa einen Grenzkonflikt, der vermutlich ohne den Tigray-Krieg nicht so eskaliert wäre – denn Äthiopien wirft dem Sudan vor, die Tigray People’s Liberation Front unterstützt zu haben. Und es gab Nachrichten zur islamistischen al-Shabaab, die sowohl Somalia, als auch Kenia und Äthiopien betraf. Und nicht zuletzt war es die überregionale Dürre im Horn von Afrika, die alle dortigen Länder betrifft. In Westafrika bleiben Mali, Burkina Faso und Guinea wegen der Putsch-Situation für meine Berichterstattung von Interesse. Darüber hinaus breitete sich das Einflussgebiet islamistischer Gewalt in Westafrika aus und trat dabei verstärkt im Norden der Küstenländer Elfenbeinküste, Benin und Togo auf, sowie weiterhin in den Sahel-Staaten. Nigeria bildet da keine Ausnahme. Meine Schwerpunkt-Berichterstattung über Nigeria wurzelt in der Annahme, dass dieser 200-Millionen-Einwohner-Staat nicht nur Einfluss auf die gesamte Region ausübt, sondern auch in seiner breitgefächerten inneren Entwicklung in sich intensive Berichterstattung wert ist. In Mosambik nahmen die Aktivitäten der islamistischen Ahlu Sunna wal Jamaa ab, weshalb meine Berichterstattung über das Land insgesamt abnahm, aber auf hohem Niveau blieb. Im benachbarten Südafrika fanden politische Konflikte rund um die politischen Anführer Zuma und Ramaphosa statt. In Lesotho und Eswatini fanden politische Entwicklungen statt, die sich um die Rolle der Monarchie in den Ländern drehten. Im Norden des Kontinents finden wir in Marokko einen der größten mutmaßlichen Profiteure des Ukraine-Krieges. Das Land übte in Europa, insbesondere in Spanien und Deutschland einen scheinbar so großen Druck aus, dass die marokkanische Position zum Status der Westsahara (DARS) inzwischen weitestgehend anerkannt ist. Die sehr unterschiedlichen politischen Prozesse in Libyen und Tunesien stagnierten in solcher Weise, dass viele politische Konflikte bestanden blieben oder sich sogar verschärften – wir werden sehen, was das Jahr 2023 bringt. Und zuletzt war es nicht nur Ägypten, das unter den Folgen des Ukraine-Kriegs für die globalen Energie- und Lebensmittelpreise zu leiden hatte: Auf den gesamten Kontinent stiegen die Lebenshaltungskosten teils drastisch und in einigen Ländern, die ihren Weizen aus der Ukraine oder Russland beziehen wurden die Nahrungsmittel knapp.

12 Quellen

Sri Lanka / Pakistan / Ukraine

Äthiopien

ÄTHIOPIEN und SUDAN wollen Konflikt um gemeinsame, fruchtbare Grenzregion al-Fashqa, auf Basis "lokaler Realität" lösen; al Fashqa wird von sudanesischen Behörden verwaltet, aber von äthiopischen Landwirten bewirtschaftet; unklar, ob sie Konflikt wirklich lösen wollen.

13 Quellen

Sudan / Äthiopien / Europa

Äthiopien / Sudan

Äthiopischer Premierminister Ahmed und sudanesischer (Ex-?) Präsident Abdel Fattah al-Burhan treffen sich bei Gesprächen der nordostafrikanischen Staatengemeinschaft Intergovernmental Authority on Development, um jüngste Scharmützel um fruchtbare Grenzregion al-Fashqa friedlich zu lösen; IGAD-Staatschefs sprechen auch über schwere Dürre in der Region; Somalia warnt vor akuter Nahrungsmittelknappheit.

13 Quellen

Papua-Neuguinea / Libyen / Ostafrika

Sudan

Zahl der Toten bei friedlichen Protesten in sudanesischer Hauptstadt Khartoum steigt auf 10; Beschuss zwischen Sudan und Äthiopien in fruchtbarer Grenzregion al-Fashqa lenkt in beiden Ländern von innenpolitischen Konflikten ab.

13 Quellen

Sudan / Nigeria / Ukraine

Sudan

Große Proteste beginnen gegen Militärregierung und für Übergang zu Zivilregierung; erneut wichtige Brücken der Hauptstadt Khartoum gesperrt; Regierung sperrt wegen der Proteste Internetzugang; Scheinbar bereits 4 Tote bei Protesten; Afrikanische Union und EU rufen Sudan und Äthiopien auf, Konflikt um al-Fashqa zu deeskalieren.

14 Quellen

Äthiopien / Sudan / NATO

Äthiopien / Sudan

Sudanesisches Militär schießt mit Artillerie auf Militärbasis äthiopischer Streitkräfte oder mit Äthiopien alliierter Miliz in umstrittener Region al-Fashqa; laut Sudan haben äthiopische Streitkräfte hier letzte Woche 7 sudanesische Soldaten und 1 Zivilisten exekutiert; Sudan bestellt äthiopischen Botschafter ein; seit Jahren Streit um fruchtbare Region, in der zuletzt Äthiopien militärisch dominiert haben soll.

SUDAN: Laut Untersuchung wird Inlands- und Exportwirtschaft von Militär kontrolliert; nachdem Regierung diese Macht 2021 brechen wollte, putschte demnach Militär unter Präsident Abdel Fattah al-Burhan.

14 Quellen

Äthiopien / Sudan / Europa

Äthiopien / Sudan

Präsident des sudanesischen Militärrats Abdel Fattah al-Burhan besucht umstrittene Region al-Fashqa, wo äthiopische Streitkräfte 7 sudanesische Streitkräfte exekutiert haben sollen; Äthiopien dementiert Vorwurf Sudans und wirft lokaler Miliz vor, die 7 Streitkräfte getötet zu haben; außerdem Vorwurf, TPLF habe sudanesische Truppen darin unterstützt, Angriff auf sudanesische Bauern+ zu inszenieren, um sudanesische Militärpräsenz in al-Fashqa zu legitimieren; In letzten 8 Monaten seit Machtübernahme des Militärs in Sudan nehmen Proteste gegen Militär und gegen Wirtschaftskrise zu.

10 Quellen

Russland / Naher Osten / Sudan

Sudan

SUDAN wirft ÄTHIOPIEN vor, 7 sudanesische Streitkräfte und 1 Zivilisten in umstrittener Region al-Fashqa (22.1) exekutiert zu haben; Fashqa ist außergewöhnlich fruchtbarer Landstrich, in dem überwiegend Sudanesen+ wohnen; seit Beginn des Tigray-Krieges 2020 auch in Fashqa Eskalation.

11 Quellen

Äthiopien / Iran / Ostafrikanische Gemeinschaft

Äthiopien

Äthiopien leugnet Angriff auf sudanesische Truppen (28.11) und wirft Tigray People’s Liberation Front Eskalation in al-Fashqa vor; Äthiopien erobert Chifra.