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42 Nachrichten

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Ecuador / Peru / Mosambik

Sudan

Gruppe von 48 politischen und zivilgesellschaftlichen Gruppierungen einigt sich bei Treffen in Ägypten auf Unterstützung für Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan und darauffolgenden Übergang mit ihrer Teilhabe, darunter Forces of Freedom and Change; EU stellt 302Mio€ für Welternährungsprogramm in Sudan zur Verfügung; Armee und RSF vorgeworfen, Lokalpolitiker und Gesundheitspersonal in Bundesstaat Dschasira getötet zu haben, wo Ärzte Ohne Grenzen Arbeit einstellen muss.

18 Quellen

Westasien / Welt / Argentinien

Sudan

5 zivile Gruppierungen schließen sich zu neuer Initiative zusammen, um laufenden Krieg durch Kampf gegen Korruption zu beenden, da Krieg im April 2023 erst durch korrupten Machtkampf innerhalb der Militärregierung ausgebrochen war; Mit Rapid Support Forces lose alliierte zivile Oppositionsbewegung des Ex-Premierministers Abdalla Hamdok zuversichtlich, sich mit Forces of Freedom and Change-Abspaltung DB zu vereinigen, während FFC selber RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo für Menschenrechtsverletzungen in Dschasira kritisiert; Seit November mit Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan verbündete Minni Arko Minnawi-Miliz, die sich bisher für Schutz von Zivilisten+ in Darfur eingesetzt hatte, beendet Schutz humanitärer Hilfskonvois von östlichem Port Sudan nach Nord-Darfur vollständig, sodass Militär nun auch diese blockieren könnte, womit Belagerungszustand Darfurs droht; durch Blockade grenzüberschreitender humanitärer Hilfe nach Darfur seit dieser Woche, droht bereits Gesundheitssystem zu kollabieren.

16 Quellen

Ecuador / Bhutan / Bosnien und Herzegowina

Sudan

Vorwürfe gegen Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan, gegen Zivilgesellschaft vorzugehen, wie Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change und Nachbarschaftliche Widerstandskomitees, die beide gestern in von Militär kontrolliertem Bundesstaat River Nile aufgelöst wurden, da sie angeblich mit Rapid Support Forces kooperieren würden; SLM-Milizenführer Minni Arko Minnawi und Ibrahim dementieren Berichte über angebliche Pläne, alliiertes Militär aus letztem Darfur-Posten in Fasher zu vertreiben; Mindestens 11 Tote bei anhalten Luftangriffen des Militärs in Khartoum und Dschasira.

14 Quellen

Sudan / Frankreich / Niger

Sudan

Rapid Support Forces überschreitet nach Eroberung von Wad Madani Grenzen zu südlichen Bundesstaaten Weißer Nil und Sennar, wo Milizionäre laut Angaben des zivilen Oppositionsbündnisses Forces of Freedom and Change plündern und Menschen abführen; Seit Eroberung Wad Madanis letzte Woche sind 300.000 Menschen aus Bundesstaat Dschasira geflüchtet; Sudanesische Teilnehmer+ an Weltklimagipfel letzte Woche in VAEmiraten beklagen fehlende Aufmerksamkeit für Krieg in Sudan und dass beinahe ausschließlich über Krieg in Gaza geredet werde (von MMudathir).

14 Quellen

Sudan / Zentralafrika / Gabun

Sudan

Krieg weitet sich von Kordofan weiter nach Osten, in die Regionalhauptstadt von Dschasira Wad Madani aus, wohin in letzten Monate hunderttausende Zivilisten+ aus Hauptstadt Khartoum geflüchtet waren; Militär schließt Zugang zu Wad Madani angesichts der Kämpfe mit Rapid Support Forces (mit AFP), was zu massenhafter Vertreibung von bereits Vertriebenen führt; Ziviles Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change warnt, dass Zunahme ziviler Opfer nur islamistischer Bewegung des 2019 abgesetzten Präsidenten Baschir nützt; Letzte Woche 27 Tote durch Cholera-Epidemie in Bundesstaat Weißer Nil.

14 Quellen

Niederlande / Israel / Palästina

Sudan

Militärpräsident Abdel Fattah al-Burhan führt angesichts der erfolgreichen Rapid Support Forces-Offensive im Darfur Regierungsumbildung an, was auch Austausch einiger Provinz-Gouverneure umfasst; 2 Gouvernatssitze in Darfur nun vakant, da entsprechende Regionen von RSF kontrolliert wird, was Indiz für Spaltung des Landes nach dem Vorbild LIBYENs sein könnte; Nun von Burhan entlassenes Ratsmitglied Faher protestiert gegen seine Entlassung, da sie gegen Friedensabkommen von Juba verstoße und ohne jede Grundlage sei; SÜDSUDANs Präsident Salva Kiir trifft sich zu seit Kriegsbeginn seltenen Gesprächen zwischen ziviler sudanesischer Forces of Freedom and Change-Koalition und Regierungsvertretern; FFC war im Friedensprozess nach Putsch 2019 ausgeschlossen worden, sowie von Friedensgesprächen seit Kriegsbeginn im April 2023.

16 Quellen

Liberia / Senegal / Afrika

Sudan

Rapid Support Forces und Militär weisen sich gegenseitig Schuld für Zerstörung einer weiteren zentralen Zivilinfrastruktur im Großraum Khartoum vor, wo zuletzt Nil-Staudamm derart beschädigt wurde, dass Überschwemmungen drohen (mit AFP und Reuters) könnten; Ziviles Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change fordert bei Treffen in Ägypten ausländische Mediation und direkte Verhandlungen zwischen Kriegsparteien; Als Ex-Finanzminister Ibrahim zuletzt Neutralität aufgab und sich mit Militärführer Abdel Fattah al-Burhan verbündete, tat es auch die Miliz des Darfur-Gouverneurs Minni Arko Minnawi.

16 Quellen

Niger / Kambodscha / Indien

Sudan

Zivile Forces of Freedom and Change-Bewegung stellt bei Pressekonferenz in Ägypten Programm vor, um aktuelle Kampfhandlungen zu begegnen; demnach spricht sich FFC für militärische Intervention der IGAD oder anderer internationaler Militärintervention aus und fordert, Verbrechen gerichtlich zu klären (mit AFP).

20 Quellen

Indien / Agrarwelt / Kenia

Sudan

Rapid Support Forces-Milizenanführer Mohamed Hamdan Dagalo verkündet nach geringer Kompromissbereitschaft des Militärführers Abdel Fattah al-Burhan, er wolle mit zivilen Kräften, wie dem Forces of Freedom and Change Lösungen für multiple Krisen des Sudan finden; Hemeti versuchte bereits vor Kriegsbeginn, FFC für sich zu gewinnen (von FOluoch); Kämpfe in Khartoum und Kordofan fortgesetzt (mit AFP); Darfur-Gouverneur Minni Arko Minnawi ruft Bevölkerung erneut auf, sich mit Waffengewalt gegen Kriegsparteien zu wehren (von JChifamba); Bisher rund 49Mrd$ Schaden durch Krieg.

8 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 3

Meldung

Anfang der 2020er im Sudan 3.

07.11.2022: - Oppositionsbündnis Forces of Freedom and Change verbündet sich mit sudanesischer Baath-Partei und weiteren Parteien, sowie einigen Rebellengruppen; neues Bündnis fordert säkularen Staat und Rücktritt der Militärs von ihren politischen Ämtern.

16.11.2022: - FFC sieht nach Gesprächen mit Militärregierung unter Abdel Fattah al-Burhan Einigung zu 80% der Streitpunkte für neues "politisches Framework", also Übergangsverfassung; Hauptstreitpunkt ist Rolle des Militärs, das ähnliche Politik verfolgt, wie 2019 gestürzter Langzeitpräsident Omar al-Baschir.

05.12.2022: - Militär unter Burhan und ziviles FFC-Bündnis einigen sich 1 Jahr nach Militärputsch auf 2jährige Übergangsphase, an dessen Ende Wahlen stehen sollen; Proteste gegen Abkommen und FFC, die Protestbewegung "verraten" habe; Abkommen kritisiert, da es Verteilung der Macht über Justizapparat nicht beinhalte.

16.12.2022: - Arabisch-sozialistische Baath-Partei zieht sich aus Oppositionsbündnis FFC zurück, nachdem es Übergangsabkommen mit Militärregierung Burhan unterzeichnet, da dieses Abkommen Burhans Putsch 2021 legitimiere; umstrittenes Abkommen, das Übergang zu ziviler Regierung regeln soll spaltet seit wenigen Wochen Revolutions- und Protestbewegung, u.a. da viele zentrale Themen über Machtverteilung noch nicht geklärt sind.

14.01.2023: - USA rufen alle politische Oppositionsgruppen auf, sich an Gesprächen mit Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan zu beteiligen, mit der Oppositionsbündnis FFC bereits umstrittenes Abkommen geschlossen hat; Abkommen führte zu Spaltung der Protest- und Revolutionsbewegung, wie des FFC, da es Militärputsch Burhans legitimiere.

28.01.2023: - Äthiopische Regierung Ahmed unterstützt offen sudanesische Militärregierung Burhan, nachdem Burhan Äthiopien Unterstützung im Grand Ethiopian Renaissance Dam-Staudammkonflikt mit Ägypten zusagt.

22.02.2023: - Wichtigster Paramilitärführer Mohamed Hamdan Dagalo äußert Reue für Teilnahme an Putsch 2021 und verspricht, Macht an zivile Regierung zu übergeben; Streitkräfte von "Hemeti" Dagalo hatten Massaker an protestierenden Zivilisten+ begangen und sind wichtige Machtstütze für Militärregierung Burhan; Burhan hatte zuvor angekündigt Dagalos Miliz in reguläre Armee integrieren zu wollen; Dagalos jüngste Äußerungen weisen also mutmaßlich auf einen inneren Konflikt der Machtelite hin, sind aber auch Teil eines ideologischen Konflikts, da Dagalo, anders als Burhan kein Interesse an islamistischer Regierungsführung hat.

18.03.2023: - Zivile Oppositionsbewegung FFC trifft sich zu Gesprächen mit Militärführern Burhan und Hemeti über Einsetzung eines zivilen Premierministers und ruft beide auf, Differenzen beizulegen; Hemeti betreibt unabhängig von Burhan auch eigene Außenpolitik, nachdem er wohl bei Vermittlungsversuchen durch Ägypten Benachteiligung erfahren hatte.

20.03.2023: FFC und Militärführer Burhan und Hemeti einigen sich, am 11. April Abkommen zur Einsetzung einer zivilen Übergangsregierung, die am selben Tag Arbeit beginnen soll, zu unterzeichnen und bis Anfang April neue Übergangsverfassung zu erarbeiten; Abkommen soll von 9 Vertretern der Zivilgesellschaft, 1 Militär-Vertreter und 1 RSF-Milizen-Vertreter verfasst werden.

21.03.2023: - Oppositioneller Demokratischer Block DB bestehend aus Finanzminister Ibrahim und Gouverneur von Darfur Minnawi, sowie weiteren kleinen Gruppen lehnen Rahmenprogramm von Burhan, Hemeti und FFC zur Einführung einer zivilen Übergangsregierung ab, da sie nicht an Verhandlungen beteiligt gewesen seien.

31.03.2023: - Militärdelegation verlässt Gespräche mit zivilen FFC-Gruppen und RSF-Miliz über Verzögerung der Eingliederung der RSF in die regulären Truppen um 10 Jahre, was zum Vorteil des RSF-Anführers und Vizepräsidenten Hemeti wäre; Konkurrenz zwischen Hemeti und Präsident/Militärführer Burhan nimmt trotz Verhandlungen zu, zu denen sich Burhans Militär jedoch weiterhin bekennt; Auch USA bestätigen Unterstützung für Übergang zu ziviler Regierung, der bereits am 11. April erfolgen soll.

15 Quellen

NATO / Nordafrika / Migration

Sudan

Islamisch-konservativer Vertreter der zivilen Forces of Freedom and Change-Bewegung warnt, dass monatliche Militärausgaben derzeit rund 10Mrd$ betragen, während sich Zahl der von Hunger betroffenen Menschen fast verdoppelt und Krieg Ernährungsunsicherheit in gesamter Region betreffen könnte; Militärpräsident Abdel Fattah al-Burhan kündigt an, nicht an Intergovernmental Authority on Development-Gipfel teilzuhaben, zu dem auch RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo eingeladen ist und dessen Vorsitz KENIA hat, dessen Präsident William Ruto angeblich Verbindung zu Hemeti pflegt; RSF zerstört nach Eroberung alle Regierungsgebäude der Darfur-Regionalstadt Zalingei; SPLMN stellt Angriffe auf Militär vorerst ein; 22 Tote bei Luftangriff bei Armee-Luftangriff auf Wohnviertel in Khartoum (mit APA); UN warnt vor Ausbruch eines vollständigen Bürgerkrieges (mit AFP).

6 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 2

Meldung

Anfang der 2020er im Sudan 2.

30.12.2021: - Sicherheitskräfte siegeln am 11. Tag großer Proteste Hauptstadt Khartoum vollständig ab; heute 4 Tote durch Sicherheitskräfte.

09.01.2022: - Protestgruppe Forces of Freedom and Change lehnt geplante Vermittlung durch UN ab; UN will mit Militärregierung sprechen.

11.01.2022: - UN-Gesandte beginnen Gespräche mit Konfliktparteien; UN will Vertrauen zwischen Protestierenden und Militär aufbauen.

16.01.2022: - Protestgruppe FFC will nun doch an UN-Mediation teilnehmen; Protestgruppe SPA weiter dagegen.

03.03.2022: - Militärregierung begrüßt nach Besuch in Russland (24.2) Errichtung einer russischen Marinebasis am Roten Meer.

30.05.2022: - Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan schafft Notstand ab und signalisiert somit vermutlich Dialogbereitschaft.

12.06.2022: - Friedensgespräche verschoben, nachdem Oppositionsbündnis FFC über seine Teilnahme an Gesprächen verhandeln will; FFC fordert Demokratie, Reform und politische Entmachtung des Militärs; Seit Putsch 2019 Krise.

22.06.2022: - Afrikanische Union wirft Militärregierung Burhan vor, entscheidende Gruppen, wie FFC, von Friedensgesprächen auszuschließen; Afrikanische Union nimmt daher nicht teil.

27.06.2022: - Sudan wirft Äthiopien vor, 7 sudanesische Streitkräfte und 1 Zivilisten in umstrittener Region al-Fashqa exekutiert zu haben.

29.06.2022: - Militär schießt mit Artillerie auf Militärbasis äthiopischer Streitkräfte oder mit Äthiopien alliierter Miliz in umstrittener Region al-Fashqa, in der zuletzt Äthiopien militärisch dominiert haben soll; Sudan bestellt äthiopischen Botschafter ein.

05.07.2022: - Militärführer Burhan kündigt nach anti-Militär-Protesten Austritt des Militärs aus Regierung an; demnach sollen nun "politische und revolutionäre Gruppen" zivile Übergangsregierung bilden; Zweifel, ob Versprechen eingehalten wird, und ob Militär sich nicht in diese neue Regierung einmischen würde; Proteste dauern daher an; Oppositionsgruppe FFC will Proteste sogar intensivieren; Militär will mit Rückzug aus Regierung auch nicht mehr an umstrittenem Nationalen Dialog teilnehmen.

19.07.2022: - Interkommunale Kämpfe in südlicher Region Blue Nile halten an und richten sich mit Straßenblockaden und Angriffen vermehrt gegen Regierungsgebäude, da Militäregierung des General Burhan nach Machtübernahme 2021 Sicherheitsvakuum in Blue Nile hinterlassen habe.

23.08.2022: - Streik der Krankenhausangestellten in Region Darfur wegen schlechter gesundheitlicher Versorgung; zudem Streik auf Ölfeldern in West-Kordofan, wo Angestellte mehr Investitionen in ländliche Entwicklung fordern.

01.09.2022: - Mit erneutem Todesopfer bei Protesten nun mindestens 117 Tote bei Protesten seit Machtübernahme des Militärs Ende Oktober 2021; Zweifel, ob Militärführer Burhan sich wirklich, wie im Juli angekündigt, aus Regierung zurückzieht.

27.09.2022: - SUDAN: Vizepräsident und Anführer der berüchtigten RSF-miliz Mohamed Hamdan Dagalo möchte in Dialog mit pro-demokratischer Protestbewegung treten; unklar, wie das sein Verhältnis zu Militärführer Burhan ändert, dessen Macht auf Verbündeten des geputschten Ex-Präsident al-Bashir beruht, von dem Hemeti sich 2019 gelöst hatte.

01.10.2022: - 55 Oppositionsgruppen unterzeichnen neue Revolutionscharta gegen Militärregierung unter Präsident Burhan, der durch Putsch 2021 an Macht gekommen war; Charta sieht dezentrale Übergangsregierung vor; Erneute Proteste mit 49 Verletzten.

14.10.2022: - Allianz progressiver Oppositionsgruppen lehnt Annäherung von UN, Afrikanische Union und Intergovernmental Authority on Development an Militärregierung unter General Burhan ab.

06.11.2022: - Sudan und Südsudan einigen sich darauf, unklare Grenzziehung in umstrittener Region Abyei zu klären; Referendum über Zugehörigkeit des ölreichen Abyei ist seit 2005 umstritten, u.a. da Südsudan dagegen ist, dass halbnomadische, sudanesische Misseriya bei Referendum Wahlrecht haben, da sie nur durch Abyei migrieren würden, nicht aber dort wohnen; Abyei ist, neben Darfur, in letzten Monaten konfliktreichste Region des Sudan gewesen, was auch durch typischen Agrar-Viehwirt-Konflikt erklärt werden kann; klare Grenzziehung könnte Konflikt vorerst entschärfen.

9 Quellen

Anfang der 2020er im Sudan 1

Meldung

Anfang der 2020er im Sudan 1.

13.01.2020: - Schwere Gefechte in Hauptstadt Khartoum zwischen Militär und ex-Geheimdienst NISS, der unter ex-Präsident Omar al-Baschir mächtig war.

06.03.2020: - USA heben Sanktionen gegen Sudan auf, die jetzt in Übergangszeit von Militär und Zivilisten regiert wird.

29.06.2020: - Protestbewegung, die 2019 Präsident Baschir gestürzt hatte ruft zu Protesten für mehr Bürgerbeteiligung auf (bbc).

12.07.2020: - Sudan schafft seit 30 Jahren bestehende islamistische Gesetze ab und erlaubt Glaubensunzugehörigkeit, Alkoholkonsum und wird somit Menschenrechten gerecht; geschieht kurz nach Regierungsumbildung (bbc).

14.07.2020: - Sudan erklärt Notstand in Region Darfur, um Proteste gegen Miliz-Attacken mit militärischer Staatsgewalt zu unterdrücken (bbc).

17.07.2020: - Radikale Islamisten rufen zu Konterrevolution und Wiedereinsetzung des Diktators al-Bashir (ST).

03.10.2020: - Regierung Abdalla Hamdok und Haupt-Rebellen unterzeichnen Friedensvertrag, nach Vorbild des Südsudans; nun ist wirtschaftlicher Kollaps Hauptproblem des Sudans, sowie weitere regionale Konflikte und Fluten.

24.10.2020: - Sudan normalisiert Beziehungen zu Israel; Opposition protestiert, da Übergangsregierung Hamdok nicht dazu befugt sei.

14.12.2020: - USA streichen Sudan nach 27 Jahren von Liste der terrorunterstützenden Länder, nachdem Sudan Beziehungen zu Israel aufgenommen hat.

14.01.2021: - Präsident Abdel Fattah al-Burhan kündigt Äthiopien harte Konsequenzen für aktuelle Grenzstreitigkeiten in al-Fashqa-Region an.

21.01.2021: - Bewaffnete versuchen, Wohnsitz eines Gouverneurs der sudanesischen Region Darfur zu stürmen, nachdem am Wochenende 200 Menschen getötet wurden Diese Aktion von heute hängt wohl damit zusammen.

28.01.2021: - Sudan bestreitet, äthiopische Gebiete in der Fashqa-Region zu besetzen; dort herrscht seit September verschärfter Grenzstreit.

09.02.2021: - Premierminister Hamdok setzt wichtigen Rebellenanführer aus Darfur Ibrahim in Kabinettsumbildung als Finanzminister ein.

16.02.2021: - Viele Provinzen erklären Notstand nach Protesten gegen Benzinpreiserhöhung, die wiederum zu Anstieg der Lebensmittelpreise führt.

18.03.2021: - Militär zieht sich aus zivilen Wirtschaftszweigen zurück und übergibt Firmen unter Kontrolle des neuen Finanzminister Ibrahim.

21.09.2021: - Laut Übergangsregierung Hamdok sind Unterstützer des Ex-Präsident Baschir heute mit einem Putschversuch gescheitert.

04.10.2021: - Sudan warnt vor Medikamenten-, Treibstoff- und Weizenknappheit wegen Blockade des Hafens durch Bedscha-Demonstranten (26.9).

17.10.2021: - Proteste für Einsetzen einer Militärregierung; massiver Vertrauensverlust in Premierminister Hamdok, u.a. wegen IWF-freundlichen Reformen.

25.10.2021: - Bei Militärputsch werden Parlament und Premierminister Hamdok abgesetzt; Militär ruft Ausnahmezustand aus; Hamdok unter Hausarrest; Afrikanische Union ruft zu Freilassung auf; USA drohen, Hilfszahlungen zu unterbrechen; Tausende protestieren gegen Militär.

26.10.2021: - Militärführer Burhan beteuert Weg zur Demokratie, ändert aber Teile der Verfassung; ab 17. November hätte die zivile Übergangsregierung des Premierminister Hamdok Macht erhalten, Rat zu ernennen; USA pausieren Auszahlung der 700Mio$-Hilfen; Ärzte+ und Beamte+ rufen zu Streik auf; 3 Tote bei Protesten.

27.10.2021: - Afrikanische Union suspendiert Sudan wegen Militärputsch, bis zivile Übergangsregierung wieder eingesetzt ist.

06.11.2021: - Protestbewegung Forces of Freedom and Change kündigt zweitägigen Generalstreik gegen Putschregierung an und lehnt Machtteilung mit Militär ab.

21.11.2021: - Militärregierung Burhan setzt abgesetzten Premierminister Hamdok wieder als Premierminister ein; Hamdok und weitere Politiker aus Hausarrest entlassen; Soll nun "Technokratenregierung" anführen; Opposition will Deal nicht akzeptieren.

23.11.2021: - 12 Minister treten aus Protest gegen Deal zwischen Militär und Premierminister Hamdok (21.11) zurück.

28.11.2021: - Äthiopische Streitkräfte töten wohl mehrere sudanesische Soldaten in umkämpfter Region al-Fashqa.

23.12.2021: - Premierminister Hamdok kündigt erneuten Rücktritt an; bei Protesten letzte Woche kam es zu 13 zu Vergewaltigungen durch Sicherheitskräfte.

17 Quellen

Senegal / Sudan / Ägypten

Sudan

Rapid Support Forces umschließt bei Khartoum Parlamentsgebäude und Militärkrankenhaus, in dem Ex-Präsident Omar al-Baschir liegt und beginnt dessen Belagerung (von MAmin), während Militär versucht, RSF-Versorgungslinien zu durchbrechen; Kämpfe um Khartoum hatten zuletzt zugenommen; Zunahme der Masern-Fälle in vollen Flüchtlingslagern in Provinz Weißer Nil (von mgt und msl); 7 wichtige Regionalmonarchen in Darfur sprechen öffentlich Unterstützung für RSF und Mohamed Hamdan Dagalo aus und rufen ihre Untertanten im Militär auf, zu desertieren; RSF greift Konvoi gemeinsamer Truppen des Darfur-Gouverneurs Minni Arko Minnawi und Ex-Finanzministers Ibrahim, der auf Weg zu Treibstofflagern in Weißer Nil waren, in Nord-Kordofan an; SPLMN verkündet in Kampf gegen Militär in Süd-Kordofan Geländegewinne; Ziviles Forces of Freedom and Change-Bündnis ruft bei Besuch in UGANDA erneut zu Frieden und Zusammenlegung von RSF und Militär auf.

14 Quellen

Europa / Migration / Sudan

Sudan

Militärregierung Abdel Fattah al-Burhan verbietet UN-Gesandten Perthes Einreise in den Sudan, da er für den Ausbruch der Kämpfe verantwortlich sei; Perthes soll im Frühjahr demnach fälschlicherweise verkündet haben, dass RSF-Miliz, Militär und zivile Forces of Freedom and Change sich auf Bildung einer gemeinsamen Konsensregierung geeinigt hätten, was wiederum RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo dazu bewegt hätte, zu revoltieren, da er geglaubt habe, ein Konsens sei ohne ihn gefunden worden (von MAbdallatif); Schon 2022 Proteste gegen Perthes in Sudan, da Friedensabkommen Militär und RSF bevorzuge und revolutionäre Bewegung, sowie zivile FFC-Bewegung entmachte (von SJaschek); Internationale Gemeinschaft ruft RSF und Militär zu Waffenruhe auf, die nun erneut zeitlich auf 1 Tag begrenzt geschlossen wurde.

13 Quellen

Libyen / Demokratische Republik Kongo / Sudan

Sudan

Neuer Vizepräsident Agar lehnt Afrikanische Union-Initiative ab, den politischen Konflikt im Sudan mit Inklusion der zivilen Bewegungen, wie dem Forces of Freedom and Change zu lösen; RSF und Militär profitierten von Marginalisierung des FFC und der Revolutionsführer durch internationale diplomatische Initiativen im Vorfeld der Kämpfe in Khartoum und Darfur; Wasserversorgung in Khartoum unterbrochen, nachdem RSF Wasserwerke besetzt; 300 Kinder aus Waisenhaus in Khartoum evakuiert; dort bereits 70 Kinder verhungert (mit AP); Heftige Kämpfe in Khartoum hindert Zivilbevölkerung an Flucht.

14 Quellen

Guinea-Bissau / Mexiko / Österreich

Sudan

Armee laut eigenen Angaben wieder zu Gesprächen mit RSF von Mohamed Hamdan Dagalo bereit, während sie weiter Luftangriffe in Khartoum fliegt, Versorgungslinien besetzt hält und Bodentruppen verstärkt, was zu bislang tödlichster Phase der Kämpfe führt (mee von MAmin und ORickett); Auch USA und SAUDI ARABIEN bereit, Vermittlungsgespräche fortzusetzen; Afrikanische Union fordert Ende der Neurekrutierung für Kämpfe und, dass Zivilgesellschaft, wie die Forces of Freedom and Change bei Vermittlungsgesprächen teilhaben (von FOluoch und AMutambo).

22 Quellen

Nigeria / Sudan / Ägypten

Sudan

Brüchige Waffenruhe zwischen Mohamed Hamdan Dagalo und Abdel Fattah al-Burhan um 5 Tage verlängert und in Khartoum weitestgehend eingehalten, nicht aber in Nord-Darfur; RSF-Miliz tötet islamisch-demokratischen Vertreter der zivilen Forces of Freedom and Change-Opposition; Zweifel, ob sporadische Waffenruhen zu Konfliktlösung beitragen (von RBociaga).